SANDISK Aktie: Cramer sieht noch Luft nach oben

Trotz massiver Kursgewinne von 544 Prozent seit Jahresbeginn sehen JPMorgan und Jim Cramer weiteres Aufwärtspotenzial für die Sandisk-Aktie. Knappe Speicherchips und disziplinierte Kapazitätsplanung stützen die optimistische Einschätzung.

Dieter Jaworski ·
Abstrakte Darstellung einer modernen Halbleiter-Produktionsumgebung mit Fokus auf Silizium-Wafer-Strukturen. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • JPMorgan-Upgrade trotz 544% Kursplus
  • Cramer: Speicherchips als Engpass
  • Disziplinierte Kapazitätsplanung statt Überbauen
  • 15,5 Mrd. Dollar Aktienrückkaufprogramm

Ein Kursplus von mehreren hundert Prozent innerhalb weniger Monate lässt normalerweise die Alarmglocken läuten. Bei Sandisk sieht das offenbar niemand so – im Gegenteil: Sowohl JPMorgan als auch CNBC-Marktkommentator Jim Cramer trauen der Aktie weiteres Potenzial zu, obwohl der Speicherchip-Hersteller seit Jahresbeginn 2026 bereits um mehrere Hundert Prozent zugelegt hat.

Am Montag sprang die Sandisk-Aktie um rund neun Prozent nach oben und zählte damit zu den auffälligsten Gewinnern unter den Mega-Caps – noch vor SpaceX und Micron, die ebenfalls kräftig zulegten. Auslöser war unter anderem ein Upgrade von JPMorgan, das trotz eines Kursplus von 544 Prozent seit Jahresbeginn weiteres Aufwärtspotenzial sieht. Die Investmentbank verweist auf den KI-Boom und langfristig gesicherte Milliardenverträge als Treiber.

Warum der Speichermarkt diesmal anders sein soll

Cramer räumte in seiner Sendung „Mad Money“ ein, bei der Rallye nicht früh dabei gewesen zu sein – hält es aber nicht für zu spät zum Einstieg. Seine Begründung: Speicherchips seien derart knapp, dass sie mittlerweile als zentraler Engpass beim Ausbau von Rechenzentren gelten.

Anders als in früheren Zyklen würden die Hersteller ihre Kapazitäten nicht mehr blind hochfahren, sondern zunehmend nur noch auf Basis langfristiger Kundenverträge bauen – ein Muster, das Cramer als Beleg für mehr Disziplin in der Branche wertet.

Als weiteres Indiz nennt er die Kapitalrückführung an Aktionäre. Sandisk verfügt noch über ein Rückkaufvolumen von 15,5 Milliarden Dollar aus einer bestehenden Ermächtigung. Auch Wettbewerber wie Seagate und Western Digital fahren umfangreiche Rückkaufprogramme, was aus Sicht Cramers zeigt, dass die Branche das Geld eher an Investoren zurückgibt, statt erneut in Überkapazitäten zu investieren.

Historisch betrachtet ist genau das der wunde Punkt der Speicherbranche: Boomphasen wurden in der Vergangenheit regelmäßig mit aggressivem Kapazitätsaufbau beantwortet, der später in Überangebot und Preisverfall mündete. Cramer hält ein solches Überbauen aktuell für unwahrscheinlich, solange der Nachfrageschub aus dem Rechenzentrums-Ausbau anhält – räumt aber ein, dass ein Nachlassen der KI-Investitionen das Bild ändern könnte.

Für die kommenden Wochen dürfte entscheidend sein, ob sich die aktuellen Rahmenbedingungen – knappes Angebot, disziplinierte Kapazitätsplanung, langfristig fixierte Kundenverträge – weiter bestätigen. Sollte sich der Ausbau von Rechenzentren tatsächlich verlangsamen, wäre das der erste Test für die These, dass dieser Zyklus wirklich anders verläuft als frühere.

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SANDISK Aktie

1.551,99 USD

– 81,36 USD -4,98 %
KGV 22,12
KUV 12,24
Sektor Technologie
Div.-Rendite
Marktkapitalisierung 240,56 Mrd. USD
Ø Kursziel 2.125,09 USD
ISIN: US80004C2008 WKN: A411ZM

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