Die Ära der gemeinsamen Wege von Western Digital und SanDisk ist endgültig beendet. Mit dem Abschluss eines massiven Aktienverkaufs im Wert von rund 3,17 Milliarden Dollar kappte der ehemalige Mutterkonzern vorgestern die verbliebenen engen operativen Bande. Doch was bedeutet dieser finale Schritt für die Bewertung des Flash-Speicher-Spezialisten?
Details des Milliarden-Deals
Western Digital veräußerte insgesamt rund 5,82 Millionen SanDisk-Aktien. Die Transaktion erfolgte im Rahmen eines sekundären öffentlichen Angebots und eines sogenannten Debt-for-Equity-Swaps. Dabei tauschte Western Digital die Anteile gegen ausstehende Schulden bei Konsortialbanken wie JPMorgan Chase und der Bank of America ein. Diese reichten die Papiere anschließend an Investoren weiter. SanDisk selbst war an dem Verkauf nicht beteiligt und erhielt folglich keine Erlöse aus der Transaktion.
Kursschwankungen und KI-Hype
Die Marktreaktion auf den massiven Anteilsverkauf fiel zunächst volatil aus. Nachdem die Aktie vor drei Tagen noch um 5,74 Prozent auf 590,59 Dollar nachgegeben hatte, erholte sie sich vorgestern bereits wieder um 1,66 Prozent und schloss bei 600,40 Dollar. Marktbeobachter werteten den anfänglichen Druck als rein technischer Natur, ausgelöst durch das plötzlich erhöhte Angebot an Papieren auf dem Zweitmarkt.
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Trotz dieser kurzfristigen Schwankungen blickt das Unternehmen auf eine außergewöhnliche Entwicklung zurück. Seit der erneuten Eigenständigkeit Anfang 2025 verzeichnete der Titel ein Plus von über 1.500 Prozent. Dieser massive Kursanstieg ist primär auf die globale Nachfrage nach KI-optimierten Speicherlösungen zurückzuführen, die in modernen Rechenzentren unverzichtbar sind.
Strategischer Fokus für beide Seiten
Für Western Digital dient der Ausstieg vor allem der Bilanzbereinigung. Durch die Rückführung langfristiger Verbindlichkeiten schärft das Unternehmen sein Profil als spezialisierter Hersteller von Festplattenlaufwerken (HDD). SanDisk hingegen profitiert von der steigenden Nachfrage nach Hochgeschwindigkeits-NAND-Flash-Speichern, die für komplexe KI-Modelle essenziell sind.
Western Digital hält derzeit noch eine Restposition von rund 1,69 Millionen SanDisk-Aktien. Der Konzern plant, auch diese verbleibenden Anteile in Zukunft durch weitere Tauschgeschäfte oder Ausschüttungen an die eigenen Aktionäre abzugeben. Damit festigen beide Unternehmen ihre Positionierung als eigenständige Akteure in ihren jeweiligen Kernmärkten.
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