SanDisk Aktie: Speicher-Sorgen nehmen zu?

Schwächere NAND-Spotpreise belasten SanDisk, während Mizuho optimistischer wird und die Quartalszahlen am 29. Oktober erwartet werden.

Redaktion Stock-World ·

Kurz zusammengefasst

  • NAND-Waferpreise binnen einer Woche gesunken
  • Schwache Nachfrage und volle Lager
  • Mizuho hebt Kursziel auf 2.050 Dollar
  • Quartalsbericht für 29. Oktober angekündigt

Die jüngste Kursschwäche im Speichersegment hat auch die Aktien von SanDisk erfasst. Am Donnerstag gerieten die Papiere im Gleichschritt mit Branchenwerten wie Micron und SK Hynix spürbar unter Abgabedruck. Auslöser für die trübere Stimmung waren keine Meldungen aus dem Unternehmen selbst, sondern fundamentale Sorgen um die Preisentwicklung im weltweiten Speichermarkt.

Sinkende Spotpreise und volle Lager bei den Herstellern

Marktbeobachter verweisen auf nachlassende Preise bei wichtigen Speicherbausteinen als Hauptursache für die Zurückhaltung der Investoren. TrendForce meldete am Mittwoch, dass die Spotpreise für TLC-NAND-Wafer mit 512 Gigabit Kapazität im Wochenvergleich um 2,90 Prozent auf 18,833 US-Dollar gefallen sind.

Als wesentliche Gründe für den Preisrückgang nannte das Marktforschungsunternehmen eine schleppende Nachfrage sowie erhöhte Lagerbestände bei den Modulherstellern. Diese Gemengelage dämpft kurzfristig die Erwartungen an eine schnelle Erholung der Margen im NAND-Geschäft. Medienberichten zufolge richtet sich die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer daher verstärkt auf das Risiko anhaltender Preisnachlässe in der gesamten Speicherbranche.

Mizuho bleibt trotz Branchendruck optimistisch

Trotz des Gegenwinds aus dem Preisumfeld gibt es auch zuversichtliche Stimmen an der Wall Street. Mizuho-Analyst Vijay Rakesh sprach sich am 5. Oktober für den Titel aus. Er stufte SanDisk weiterhin mit „Outperform“ ein und erhöhte sein Kursziel von 1.875 auf 2.050 Dollar.

Rakesh hob damit seine Erwartungen an die mittel- bis langfristige Ertragskraft an, während der Gesamtmarkt die aktuellen Lagerkorrekturen verdaut. Für Anleger stellt sich damit die Frage, ob die jüngste Korrektur vor allem zyklischer Natur ist oder tieferliegende Nachfrageprobleme widerspiegelt.

Anstehende Quartalszahlen als richtungsweisender Termin

Klarheit über die tatsächliche operative Verfassung und die Auswirkungen des Preisdrucks auf die Profitabilität dürften erst die nächsten Geschäftszahlen bringen. Das Unternehmen hatte vor rund zwei Wochen angekündigt, die Resultate für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 am 29. Oktober 2026 zu veröffentlichen. Im Anschluss an die Zahlenvorlage ist für diesen Tag eine Telefonkonferenz angesetzt.

An der Börse spiegelte sich die Skepsis bis zum Handelsschluss der vergangenen Woche deutlich wider. Am Freitag ging das Papier bei 1.420,00 Euro aus dem Handel, was einem Tagesverlust von 1,4 Prozent entsprach.

Auf Sicht von sieben Tagen verbuchte der Titel damit ein Minus von 7,2 Prozent. Ob sich der Abwärtstrend vor dem anstehenden Finanzbericht stabilisiert, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell die Modulhersteller ihre Lagerbestände abbauen können.

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