Sandvik Aktie: Auftrag für Viscaria-Mine in Kiruna
Sandvik liefert automatisierte Untertage-Ausrüstung für die Viscaria-Kupfermine. Der Konzern meldet zudem Rekordumsätze und treibt seine Expansionsstrategie mit Zukäufen voran.

Kurz zusammengefasst
- Automatisierte Flotte für Viscaria-Mine
- Rekordumsatz im zweiten Quartal
- Übernahme von Diemme Filtration
- Citi senkt Kursziel für Sandvik
Der schwedische Industriekonzern Sandvik hat einen bedeutenden Auftrag für die Wiedereröffnung der Viscaria-Kupfermine in Kiruna erhalten. Wie das Unternehmen gestern mitteilte, hat die Gruvaktiebolaget Viscaria Sandvik als Lieferanten für eine automatisierte Untertage-Produktionsflotte ausgewählt. Der Auftrag umfasst unter anderem vier Langlochbohrgeräte des Typs DL432i sowie vier Toro LH621i Lader. Damit setzt der Konzern seinen Kurs fort, die Digitalisierung und Automatisierung im Bergbausektor voranzutreiben.
Automatisierung für die Mine in Kiruna
Die Entscheidung der Gruvaktiebolaget Viscaria unterstreicht die wachsende Nachfrage nach effizienten und automatisierten Lösungen im Untertagebau. Für Sandvik ist dies nicht der einzige Großauftrag der letzten Wochen. Bereits am 3. Juli meldete das Unternehmen einen Auftrag über Untertage-Ausrüstung im Wert von rund 340 Millionen SEK vom mexikanischen Bergbauunternehmer Constructora Minera Villagómez (CoMinVi). Zuvor, am 25. Juni, sicherte sich der Konzern zudem eine Bestellung über Brech- und Siebanlagen für ein neues Sortierwerk in Malmberget von LKAB im Wert von etwa 175 Millionen SEK.
Diese operative Dynamik spiegelt sich auch in der Kursentwicklung wider. Trotz eines heutigen Rückgangs um 1,05 % auf 33,96 € verzeichnet die Aktie seit Jahresbeginn ein deutliches Plus von 21,81 %. Mit dem aktuellen Kursniveau notiert das Papier zudem 5,83 % über seinem gleitenden Durchschnitt der letzten 200 Tage, was den langfristig positiven Trend der Aktie verdeutlicht.
Rekordquartal und Sondereffekte bei der Marge
Die jüngsten Aufträge folgen auf einen starken Finanzbericht für das zweite Quartal 2026. Sandvik meldete am 17. Juli Rekordumsätze in Höhe von 36.752 Millionen SEK, was einem Zuwachs von 24 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Das bereinigte EBITA stieg auf 8.306 Millionen SEK, womit die Marge auf 22,6 % kletterte, nach 19,0 % im Vorjahr.
Allerdings wies das Management während der Bilanzvorlage darauf hin, dass die Margen im Bereich der Zerspanung durch einen temporären Effekt bei den Wolframpreisen begünstigt wurden. Dieser positive Einfluss belief sich im zweiten Quartal auf 550 Millionen SEK. Für das laufende dritte Quartal erwartet das Unternehmen jedoch ein Nachlassen dieses Effekts auf etwa 200 Millionen SEK.
Zukäufe und Personalwechsel im Mining-Segment
Parallel zur operativen Expansion treibt Sandvik seine Strategie durch gezielte Akquisitionen voran. Am 17. Juli gab das Unternehmen die Übernahme von Diemme Filtration bekannt, einem Hersteller von Filterpressen. Dieser Schritt soll das Segment Rock Processing im Bereich der Filtration und Entwässerung stärken. Zuvor wurden am 7. Juli Mastercam India sowie ausgewählte Vermögenswerte von CAD/CAM Consulting Services erworben, um die Direktvertriebskanäle für Fertigungssoftware auszubauen.
Personell gab es zum 1. Juli eine Veränderung an der Spitze des Geschäftsbereichs Bergbau: Patrick Murphy übernahm die Rolle des Präsidenten von Business Area Mining und wurde Mitglied der Konzernleitung von Sandvik, wobei er die Nachfolge von Mats Eriksson antrat.
Analystenseitig gab es am Montag eine neue Einschätzung: Die Analysten von Citi bestätigten ihre Einstufung für die Aktie mit „Hold“, reduzierten jedoch das Kursziel von 405 SEK auf 372 SEK. Anleger blicken nun auf den 22. Oktober, wenn Sandvik den Zwischenbericht für das dritte Quartal veröffentlichen wird. Bereits am 1. Oktober beginnt für das Unternehmen die stille Periode vor den Zahlen. Ein weiteres wichtiges Datum im Kalender ist der Kapitalmarkttag, den der Konzern am 24. und 25. November im finnischen Tampere ausrichten wird.
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