Der Silbermarkt steuert 2026 auf sein sechstes Defizitjahr in Folge zu — und Santacruz Silver steht mitten in diesem strukturellen Wandel. Die Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten fast 500 Prozent zugelegt, zuletzt aber rund 20 Prozent verloren. Hinter dieser Volatilität steckt mehr als bloße Marktnervosität.
Chronisches Angebotsdefizit als Rückenwind
Das globale Silberangebot wächst kaum. Für 2026 prognostizieren Analysten ein Defizit von 67 Millionen Unzen — das kumulative Minus zwischen 2021 und 2025 beläuft sich bereits auf rund 900 Millionen Unzen. Die Minenproduktion soll zwar leicht auf 820 Millionen Unzen steigen, bleibt damit aber weit hinter der industriellen Nachfrage zurück. J.P. Morgan erwartet einen durchschnittlichen Silberpreis von 81 US-Dollar je Unze in diesem Jahr.
Treiber dieser Nachfrage sind vor allem Photovoltaik, Elektromobilität und Rechenzentren. Industrielle Anwendungen machen mittlerweile mehr als die Hälfte des gesamten Silberverbrauchs aus — ein Anteil, der seit 2015 um 50 Prozent gestiegen ist.
Solide Bilanz, operativer Aufholprozess
Santacruz Silver weist trotz des jüngsten Kursrückgangs stabile Fundamentaldaten auf: Umsatz von 305 Millionen US-Dollar, Nettogewinn von knapp 60 Millionen US-Dollar und eine Marge von rund 20 Prozent. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 14,66, die Eigenkapitalrendite bei 36 Prozent. Nach vollständiger Rückzahlung der Verbindlichkeiten aus der Glencore-Akquisition verfügte das Unternehmen Ende des dritten Quartals 2025 über ein Working Capital von 69,2 Millionen US-Dollar.
Operativ zeigte das vierte Quartal 2025 eine klare Erholung: Die Produktion stieg auf 3,74 Millionen Silberäquivalenzunzen — ein Plus von 9 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Die bolivianische Bolivar-Mine, die im Mai 2025 durch ein Hochwasser zeitweise ausgefallen war, verzeichnete sogar einen Produktionsanstieg von 34 Prozent. Das Gesamtjahr 2025 blieb dennoch 11 Prozent unter dem Vorjahr.
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Das Management hat die vollständige Wiederherstellung der Produktionskapazität in den betroffenen Bereichen der Bolivar-Mine für das vierte Quartal 2026 als Ziel ausgegeben. Gelingt das, könnte sich der Fokus auf Wachstum an allen vier produzierenden Minen in Bolivien und Mexiko verlagern.
Nasdaq-Listing erweitert die Investorenbasis
Seit dem 21. Januar 2026 ist Santacruz Silver auch an der Nasdaq unter dem Kürzel „SCZM“ notiert — zusätzlich zu den bisherigen Handelsplätzen TSXV und Frankfurter Börse. Das breitere Listing öffnet die Aktie einem deutlich größeren Kreis institutioneller und privater Anleger in den USA und Europa.
Hohe Volatilität als Konstante
Mit einem Beta von 4,14 reagiert die Aktie überproportional auf Marktbewegungen. Der aktuelle Kurs von 12,29 kanadischen Dollar liegt rund 20 Prozent unter dem Niveau des Vormonats — bei einem Jahresplus von 483 Prozent ist ein Teil davon schlicht Gewinnmitnahme. Am 30. April 2026 legt Santacruz die nächsten Quartalszahlen vor. Dann wird sich zeigen, wie weit die Erholung der Bolivar-Mine bereits in den Zahlen ankommt und ob das strukturelle Silberdefizit die Margen wie erwartet stützt.
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