Santander Aktie: Rückkauf-Schlussstrich?
Die Bank kaufte 150,6 Millionen eigene Aktien zurück; deren Einziehung steht noch aus, während eine Zwischendividende geplant ist.

Kurz zusammengefasst
- Rückkaufprogramm über 1,825 Milliarden Euro beendet
- Erworbene Aktien machen 1,03 Prozent aus
- Einziehung der Titel steht noch aus
- Zwischendividende von 12,70 Cent geplant
Santander hat gestern sein Aktienrückkaufprogramm über 1.825 Millionen Euro abgeschlossen. Die erworbenen eigenen Aktien entsprechen 1,03% des Grundkapitals und sollen demnächst eingezogen werden. Damit ist der Rückkauf beendet, während die damit verbundene Kapitalherabsetzung noch als nächster Schritt ansteht.
Für Anleger ist diese Unterscheidung wichtig: Der Kauf eigener Aktien und deren Einziehung sind getrennte Vorgänge. Nach der geplanten Einziehung verteilt sich das Grundkapital auf weniger Aktien. Der Abschluss des Programms bedeutet allerdings keine zusätzliche Barausschüttung an die verbleibenden Aktionäre.
Einziehung bereits genehmigt
Laut Europa Press erwarb Santander insgesamt 150.595.100 eigene Aktien. Die vorgesehene Kapitalherabsetzung beträgt 75.297.550 Euro bei einem Nennwert von 50 Cent je Aktie.
Die Europäische Zentralbank und die Hauptversammlung haben die Kapitalherabsetzung bereits genehmigt. Santander plant, die zurückgekauften Papiere demnächst einzuziehen. Einen konkreten Termin dafür hat die Bank nicht genannt.
Nach Umsetzung soll sich das Grundkapital auf 7.202.943.850,50 Euro belaufen. Es wäre dann in 14.405.887.701 Aktien aufgeteilt. Diese Angaben beschreiben den vorgesehenen Stand nach der Kapitalherabsetzung und nicht eine weitere Rückkaufankündigung.
Rückkäufe haben den Aktienbestand deutlich verringert
Das abgeschlossene Programm setzt eine längere Reihe von Rückkäufen fort. Es steht damit nicht für eine isolierte Kapitalmaßnahme, sondern für eine über mehrere Programme verfolgte Verringerung des Aktienbestands.
Seit November 2021 hat Santander elf Rückkaufprogramme durchgeführt. Dabei erwarb die Bank insgesamt rund 18,8% der damals ausstehenden Aktien.
Über diese Programme summieren sich die erworbenen eigenen Papiere auf 3.264.600.039 Stück. Die kumulierte Kapitalherabsetzung beziffert sich auf 1.632.300.019,50 Euro.
Die Größenordnung macht den Unterschied zwischen einem einzelnen Programm und der längerfristigen Entwicklung deutlich. Für Aktionäre zählt deshalb neben dem jeweiligen Rückkaufvolumen auch die anschließende Einziehung der erworbenen Titel.
Dividende ergänzt die Kapitalrückführung
Neben den Rückkäufen bleibt die Dividende ein eigener Bestandteil der Ausschüttungen. Anders als die Einziehung eigener Aktien führt sie zu einer direkten Zahlung an die anspruchsberechtigten Aktionäre.
Für die vor rund einem Monat beschlossene Zwischendividende sind 12,70 Cent je Aktie vorgesehen. Die Zahlung ist für den 2. November 2026 geplant.
Der nächste konkrete Schritt beim abgeschlossenen Rückkauf ist dagegen die angekündigte Einziehung. Erst damit wird die Verringerung der Aktienzahl umgesetzt. Ein neues Rückkaufprogramm ist mit der Abschlussmeldung nicht verbunden.
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