SAP: 480-Millionen-Vergleich mit Teradata
SAP präsentiert starke Cloud-Zahlen, doch der Aktienkurs bleibt schwach. Die Hauptversammlung thematisiert Dividende und Rechtsrisiken.

Kurz zusammengefasst
- Cloud-Umsatz wächst zweistellig
- Dividende steigt auf 2,50 Euro
- Rechtsstreit belastet Cashflow
- Prognose für 2026 bestätigt
Gute Zahlen, aber der Kurs will nicht steigen. SAP geht mit einem klaren Widerspruch in seine morgige Hauptversammlung: Das Cloud-Geschäft wächst zweistellig, die Prognose steht — und trotzdem hat die Aktie seit Jahresbeginn rund 28 Prozent verloren.
Dividende und Aufsichtsrat auf der Agenda
Am 5. Mai trifft sich SAP zur virtuellen Hauptversammlung. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine Dividende von 2,50 Euro je Aktie vor — rund 6,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Auszahlung ist für den 8. Mai geplant, sofern die Aktionäre zustimmen.
Neben der Gewinnverwendung stehen personelle Veränderungen im Aufsichtsrat an. Pekka Ala-Pietilä, Rouven Westphal, Gunnar Wiedenfels und Gerhard Oswald scheiden regulär aus dem Kontrollgremium aus.
Starkes Q1, aber Gegenwind aus dem Rechtssystem
Die operativen Zahlen für das erste Quartal 2026 können sich sehen lassen. Der Cloud-Umsatz legte währungsbereinigt um 27 Prozent zu, der Current Cloud Backlog erreichte 21,9 Milliarden Euro. Das Non-IFRS-Ergebnis je Aktie stieg um 20 Prozent auf 1,72 Euro.
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Allerdings trübte ein Einmaleffekt das Cashflow-Bild. Die Beilegung des Rechtsstreits mit Teradata kostete SAP 480 Millionen US-Dollar — ein Betrag, der die gebildeten Rückstellungen deutlich überstieg. Im Quartal flossen 408 Millionen Euro ab, was operativen und freien Cashflow spürbar belastete. Weitere offene Rechtsstreitigkeiten sind noch nicht abschließend geklärt. Hinzu kommt eine laufende Untersuchung der Europäischen Kommission wegen wettbewerbswidriger Praktiken.
Prognose steht, zweites Quartal wird langsamer
Für das Gesamtjahr 2026 hält das Management an seinen Zielen fest. Der Cloud-Umsatz soll bei konstanten Währungen zwischen 25,8 und 26,2 Milliarden Euro liegen, das Non-IFRS-Betriebsergebnis zwischen 11,9 und 12,3 Milliarden Euro.
Das dürfte spannend werden: Das Management selbst weist darauf hin, dass das starke Q1-Wachstum von Sondereffekten begünstigt wurde — im zweiten Quartal wird eine Verlangsamung erwartet. Wie der Markt das einordnet, könnte sich bereits auf der Finanzanalystenkonferenz am 13. Mai im Rahmen der SAP Sapphire in Orlando zeigen. Dort präsentiert der Vorstand seine Perspektive für den Rest des Jahres — und Investoren werden genau hingehören, ob die Jahresziele trotz des erwarteten Dämpfers im Sommerquartal noch belastbar sind.
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