SAP Aktie: 138 Euro auf Jahrestief trotz Palantir-Deal
Trotz neuer KI-Partnerschaften und Zukäufen fällt die SAP-Aktie auf ein 52-Wochen-Tief. Analysten sehen Wachstumsrisiken.

Kurz zusammengefasst
- Aktie erreicht neues 52-Wochen-Tief
- Ausbau der KI-Partnerschaft mit Palantir
- Übernahmen von Reltio und Dremio
- JPMorgan senkt Einstufung auf Neutral
Auf der Sapphire-Konferenz in Orlando präsentierte SAP am 13. Mai zahlreiche KI-Initiativen. Zeitgleich markierte die Aktie ein neues 52-Wochen-Tief von 138 Euro. Starke Ankündigungen, schwache Kurse — der Kontrast könnte kaum größer sein.
Palantir und Accenture als neue Verbündete
SAP und Palantir weiten ihre Zusammenarbeit deutlich aus. Kern der Allianz: KI-gestützte Werkzeuge, die die Migration von lokalen Systemen in die Cloud beschleunigen sollen. Palantirs „Artificial Intelligence Platform“ übernimmt dabei die Automatisierung von Analysen, Planungen und Tests im Migrationsprozess.
Das Ziel: Unternehmen sollen schneller zur sogenannten „Autonomous Enterprise“ werden. Accenture begleitet die Initiative als erster globaler Dienstleistungspartner. Die vollständige Lösung plant SAP als „Solution Extension“ für das dritte Quartal 2026.
Akquisitionen stärken die Datenbasis
Parallel baut SAP seine Datenstrategie aus. Die Übernahme von Reltio — einem Spezialisten für Master Data Management — schloss SAP am 8. Mai ab. Dazu kommt der geplante Kauf von Dremio, einer Open-Source-Daten-Lakehouse-Plattform. Diesen Abschluss erwartet das Unternehmen ebenfalls im dritten Quartal 2026.
Beide Zukäufe verfolgen dasselbe Ziel: SAP-eigene und externe Daten besser für KI-Anwendungen nutzbar machen — insbesondere für den hauseigenen KI-Assistenten Joule.
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Skepsis trotz operativer Stärke
Der Kursrückgang spiegelt die Marktstimmung wider. Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 32 Prozent verloren. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt fast 30 Prozent.
JPMorgan hatte die Aktie bereits Ende März von „Overweight“ auf „Neutral“ herabgestuft. Analyst Toby Ogg nannte zwei Gründe: Das Wachstum des Cloud-Backlogs verlangsame sich, weil die Migrationsbasis reifer werde. Außerdem nehme der Wettbewerb im KI-Agenten-Bereich zu. Das Kursziel setzte JPMorgan auf 175 Euro — deutlich über dem aktuellen Niveau.
Die operativen Kennzahlen zeigen weiterhin Wachstum im Cloud-Geschäft. Ob die Akquisitionen und die Palantir-Partnerschaft diesen Trend verstärken, wird der Quartalsbericht am 23. Juli zeigen.
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