SAP Aktie: 207,46 Milliarden nähert sich Siemens

Spekulationen um Workday-Übernahme treiben SAP-Aktie. Der Konzern nähert sich Siemens bei der Marktkapitalisierung, während BlackRock seine Beteiligung ausbaut.

Redaktion Stock-World ·
Abstrakte Darstellung eines modernen Bürogebäudes bei Sonnenuntergang als Symbol für wirtschaftliches Wachstum. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Silver Lake erwägt Workday-Übernahme
  • SAP-Aktie steigt um 31 Prozent
  • BlackRock erhöht Anteil auf 6,75 Prozent
  • Neue Partner und Sicherheitsupdates

Eine Übernahmespekulation aus den USA setzt der europäischen Softwarebranche kräftigen Rückenwind – und SAP profitiert besonders. Berichten zufolge erwägt der Finanzinvestor Silver Lake eine Übernahme des US-Konkurrenten Workday. Die Aussicht auf eine Konsolidierungswelle im Cloud-Software-Markt lässt Anleger auch bei europäischen Werten zugreifen, allen voran bei SAP.

Der Konzern aus Walldorf kommt mit einer Marktkapitalisierung von 207,46 Milliarden Euro dem DAX-Spitzenreiter Siemens inzwischen spürbar nahe – dessen Bewertung lag zuletzt bei 216,61 Milliarden Euro.

Für SAP wäre der Sprung an die Spitze des deutschen Leitindex ein historisches Signal, auch wenn der Abstand noch nicht geschlossen ist. Über 30 Tage hat die Aktie um 31 Prozent zugelegt, ein Tempo, das die aktuelle Marktnähe erst möglich gemacht hat.

Analysten sehen strukturellen Rückenwind

Die Analystenhäuser AlphaValue und Citi bewerteten Anfang August die europäischen Softwarewerte im Zuge der US-Konsolidierungsdebatte positiv. Sie sahen SAP durch die anhaltend starke Dynamik im Cloud-Geschäft gestützt – eine Einschätzung, die angesichts der seither weiter gestiegenen Notierung an Gewicht gewinnt.

Die Übernahmespekulation um Workday wirkt dabei wie ein Katalysator: Sie lenkt den Blick der Investoren auf die Bewertungsunterschiede zwischen US- und europäischen Anbietern und rückt SAP als vergleichsweise günstig bewerteten Cloud-Champion in den Fokus.

BlackRock stockt weiter auf

Parallel zur Kursrallye meldete BlackRock eine Erhöhung seiner Gesamtposition an SAP auf 6,75 Prozent, nachdem der US-Vermögensverwalter am 11. August eine Meldeschwelle überschritten hatte. Die Position lag zuvor bei 6,74 Prozent – ein kleiner Schritt, der aber zeigt, dass institutionelle Investoren ihr Engagement in der Aktie trotz des bereits deutlich gestiegenen Kurses nicht zurückfahren, sondern behutsam ausbauen.

Ökosystem wächst weiter

Auch im operativen Geschäft tut sich etwas. Der SAP-Partner FIS-GmbH veröffentlichte am Montag ein Funktions-Update für „SAP Logistics Management“, das eine tiefere Integration in die „SAP S/4HANA Cloud Public Edition“ ermöglicht und Lageraufgaben automatisch synchronisiert.

Der Anbieter Broadbean trat zudem dem „SAP PartnerEdge Build“-Programm bei, um seine Talent-Management-Software direkt in das SAP-Ökosystem für Großkunden der Global-2000-Kategorie einzubinden. Solche Partnerschaften untermauern die Plattformstrategie des Konzerns, auch wenn sie kurzfristig keine Kursrelevanz entfalten.

Auf der Sicherheitsseite schloss SAP im Rahmen des monatlichen Patch Days 28 Schwachstellen, darunter eine kritisch eingestufte Lücke im Modul „Commerce Cloud Data Hub Adapter“ mit dem höchsten CVSS-Score von 10,0. Solche Wartungsmeldungen gehören zum laufenden Betrieb eines Cloud-Anbieters dieser Größenordnung und werden von Anlegern in der Regel nicht als eigenständiges Risiko gewertet, solange keine aktive Ausnutzung bekannt wird.

Für Investoren bleibt die Gemengelage klar: Die Workday-Spekulation hat eine sektorweite Neubewertung ausgelöst, von der SAP als europäisches Schwergewicht überproportional profitiert. Ob der Vorstoß in Richtung Siemens‘ Marktkapitalisierung von Dauer ist, hängt maßgeblich davon ab, wie sich die Übernahmegerüchte in den kommenden Wochen konkretisieren.

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SAP Aktie

191,38 EUR

+ 2,44 EUR +1,29 %
KGV 28,31
KUV 5,56
Sektor Technologie
Div.-Rendite 1,33 %
Marktkapitalisierung 221,62 Mrd. EUR
Ø Kursziel 209,81 EUR
ISIN: DE0007164600 WKN: 716460

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