SAP Aktie: 23. Juli bringt Q2-Zahlen
Trotz deutlicher Kursverluste im Juni sehen Analysten bei SAP eine Kaufgelegenheit und erwarten eine Trendwende.

Kurz zusammengefasst
- Kursverlust von fast 20 Prozent
- Analyst sieht „Mauer der Sorgen“
- Kaufempfehlung trotz gesenktem Kursziel
- Start von Joule Studio 2.0 im Juni
Starke Kursverluste und tiefe Skepsis prägen das Bild bei SAP. Der Softwarekonzern hat an der Börse einen harten Monat hinter sich. Analysten werten genau diese miese Stimmung jetzt als Signal. Sie sehen den Tiefpunkt erreicht.
Aktuell notiert das Papier bei 134,88 Euro. Damit verlor der DAX-Titel in den vergangenen 30 Tagen knapp 20 Prozent an Wert. Das Tief der vergangenen Woche bei 130,80 Euro bleibt in gefährlicher Reichweite. Jefferies-Analyst Charles Brennan sieht darin eine sogenannte „Mauer der Sorgen“.
Der gesamte europäische Softwaresektor leidet unter dieser pessimistischen Haltung. Brennan wertet die einseitige Marktpositionierung als Chance für eine Erholung. Er senkte das Kursziel zwar leicht auf 210 Euro. Er behält die Kaufempfehlung aber bei. Schon solide Quartalszahlen könnten ausreichen, um den Trend zu drehen.
KI-Rollout und EU-Hoffnung
Operativ treibt das Management den Umbau voran. Im Juni startete planmäßig der Rollout von Joule Studio 2.0. Kunden können damit eigene KI-Agenten entwickeln. Diese Programme zeigen nicht nur Daten an. Sie führen Arbeitsschritte selbstständig aus.
Dieser Schritt markiert den Wandel zur KI-zentrierten Plattform. Parallel dazu deuten Berichte auf eine Entspannung im Kartellverfahren mit der EU-Kommission hin. SAP könnte durch Zugeständnisse bei Wartungsverträgen ein hohes Bußgeld abwenden. Das würde ein massives finanzielles Risiko aus der Welt schaffen.
Blick auf den Juli
Technisch bleibt die Lage angespannt. Die Aktie notiert rund 26 Prozent unter der wichtigen 200-Tage-Linie. Ein klarer Abwärtstrend. Der RSI-Wert von 40,1 zeigt noch keine extreme Überverkauftheit an. Er bestätigt aber die anhaltende Schwächephase.
Am 23. Juli legt SAP die Ergebnisse für das zweite Quartal vor. Bis dahin gilt eine strikte Ruhephase ohne offizielle Kommentare des Managements. Der Markt achtet dann besonders auf den Cloud-Auftragsbestand und die Margen. Übertrifft der Konzern die gesunkenen Erwartungen, rücken die höheren Kursziele der Analysten wieder in den Fokus.
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