SAP Aktie: 2,6 Milliarden für zweite Rückkauf-Tranche
SAP kündigt zweite Tranche seines Aktienrückkaufprogramms über 2,6 Milliarden Euro an. Die Aktie reagiert mit einem deutlichen Kursplus von 5,75 Prozent.

Kurz zusammengefasst
- Zweite Rückkauf-Tranche über 2,6 Milliarden Euro
- Aktie steigt um 5,75 Prozent
- Rückkauf läuft bis Januar 2027
- Management signalisiert Kapitalrückführungsstrategie
SAP legt nach den starken Quartalszahlen nach. Der Softwarekonzern startet die zweite Tranche seines Aktienrückkaufprogramms. Die Aktie springt am Montagvormittag um 5,75 Prozent auf 148,90 Euro.
Zweite Tranche mit klarem Volumen
SAP hat am Montagmorgen eine Kapitalmarktinformation veröffentlicht. Der Konzern will bis spätestens 27. Januar 2027 eigene Aktien im Wert von bis zu 2,6 Milliarden Euro zurückkaufen. Auf Basis des Schlusskurses vom 24. Juli 2026 entspricht das rund 18,5 Millionen Aktien.
Der Rückkauf läuft ausschließlich über den Xetra-Handel der Frankfurter Börse. Zwischen dem 21. und 31. Dezember 2026 pausiert SAP die Käufe. Rechtliche Grundlage ist eine Ermächtigung der Hauptversammlung vom 11. Mai 2023.
Die neue Tranche fügt sich in ein größeres Programm ein. Im Januar 2026 hatte SAP ein Rückkaufprogramm mit einem Gesamtvolumen von bis zu 10 Milliarden Euro angekündigt, das bis Ende 2027 läuft. Bis zum 30. Juni 2026 hatte der Konzern bereits rund 16,3 Millionen Aktien für etwa 2,6 Milliarden Euro erworben.
Kursrally setzt sich fort
Der Sprung vom Montag folgt auf einen bereits kräftigen Handelstag. Am Freitag gewann die SAP-Aktie 7,81 Prozent und war damit der stärkste Wert im DAX, deutlich vor Fresenius und Siemens Healthineers.
Auslöser war der Quartalsbericht vom Donnerstag. Cloud-Umsatz und Auftragsbestand übertrafen die Erwartungen deutlich. Über zwölf Monate steht die Aktie mit rund 39 Prozent im Minus dennoch weiterhin tief im Minus.
Charttechnisch bleibt das Bild trotz der Erholung durchwachsen. Der Kurs liegt zwar über dem 50-Tage-Durchschnitt von 143,99 Euro, aber noch gut 14 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 173,35 Euro. Die übergeordnete Bewertung bleibt damit vorerst bärisch.
Kapitalrückführung als Signal
Der Vorstand setzt sein Rückkaufprogramm nur zwei Handelstage nach den Quartalszahlen fort. Das zeigt: Trotz der schwachen Kursentwicklung der vergangenen zwölf Monate hält das Management an seiner Kapitalrückführungsstrategie fest.
Die konkrete Summe von 2,6 Milliarden Euro und der Zeitraum bis Januar 2027 geben Anlegern eine klare Orientierung. SAP tritt in den kommenden Monaten selbst als Käufer am Markt auf. Bei einer Volatilität von aktuell rund 47 Prozent auf 30-Tage-Basis dürfte diese zusätzliche Nachfrage die Kursschwankungen dämpfen.
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