SAP Aktie: Klein sieht „einzigartigen Vorteil“
SAP verbindet KI-Agenten mit Unternehmenssoftware und Kundendaten; 2025 stieg der Umsatz auf 36,8 Milliarden Euro.

Kurz zusammengefasst
- Klein sieht große KI-Wachstumschance
- SAP stellte Konzept autonomer Unternehmen vor
- Menschliche Verantwortung bleibt in kritischen Bereichen
- 2025 erzielte SAP 7,5 Milliarden Euro Nettogewinn
Große Worte von der Konzernspitze: Christian Klein spricht von der „größten Chance“ in der Geschichte des Softwarekonzerns. Der SAP-Vorstandsvorsitzende sieht sein Unternehmen an der Schwelle zu einem neuen Wachstumsschub – ausgelöst durch KI-Agenten, die tief in die Geschäftsprozesse der Kunden eingreifen sollen.
Vom Cloud-Umbau zur Agenten-Strategie
Klein, seit 1999 im Unternehmen und seit 2019 an der Spitze, hatte in den vergangenen Jahren die Verlagerung des Geschäfts in die Cloud vorangetrieben. Nun folgt die nächste Etappe: Mitte Mai stellte SAP auf einer Kundenkonferenz in den USA das Konzept des „autonomen Unternehmens“ vor. Eine einheitliche KI-Plattform soll Geschäftsabläufe optimieren, Kosten senken und Ergebnisse liefern – verankert direkt in den Daten und Prozessen der Kunden.
Der Konzernchef grenzt sich dabei bewusst von reinen KI-Anbietern ab. Wer sich allein auf die Sprachmodelle bekannter KI-Firmen verlasse, mache sich austauschbar, so Klein. SAP wolle stattdessen mit Unternehmenssoftware, Industriewissen und der eigenen Datenbasis punkten.
Vollständige Autonomie schließt er dabei aus: Ein KI-Agent werde in kritischen Unternehmensbereichen nie zu hundert Prozent eigenständig agieren, die Verantwortung bleibe am Ende beim Menschen.
Zahlen bestätigen den bisherigen Kurs
Die Bilanz des vergangenen Jahres liefert Rückenwind für Kleins Ambitionen. 2025 wuchs der Umsatz um acht Prozent auf 36,8 Milliarden Euro, getrieben vom starken Cloud-Geschäft. Unter dem Strich blieb ein Nettogewinn von 7,5 Milliarden Euro.
Die Marktreaktion auf die Ansage blieb verhalten. Die Aktie bewegte sich am Montag nur leicht, mal knapp im Plus, mal knapp im Minus – von einer historischen Neubewertung war an der Börse zunächst nichts zu spüren. Ob sich Kleins Einschätzung zur KI-Agenten-Strategie in den kommenden Quartalszahlen niederschlägt, dürfte sich erst zeigen, wenn Kunden die neue Plattform im großen Maßstab einsetzen.
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