SAP Aktie: Modellwechsel verunsichert

SAP stellt sein Abrechnungsmodell auf KI-Verbrauchseinheiten um, was zu kurzfristigen Unsicherheiten führt. Die Aktie notiert auf einem 52-Wochen-Tief.

Felix Baarz ·
SAP Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Aktie fällt auf neues 52-Wochen-Tief
  • Wechsel vom Abo- zum KI-Verbrauchsmodell
  • CEO Klein erwartet kurzfristigen Schmerz
  • Starke Cloud-Zahlen sollen Zweifel zerstreuen

Ein Softwarekonzern, der sein eigenes Abrechnungsmodell grundlegend umbaut — das klingt mutig. Für Anleger klingt es zunächst nach Unsicherheit. Die SAP-Aktie notiert heute auf einem neuen 52-Wochen-Tief von 139,16 Euro, fast 31 Prozent unter dem Jahresanfangsniveau.

Vom Abo-Preis zur KI-Verbrauchseinheit

Der Kern der Debatte: SAP verabschiedet sich schrittweise vom klassischen SaaS-Modell, das pro Nutzer abrechnet. Stattdessen sollen künftig KI-Agenten, die Unternehmensabläufe automatisieren, die Abrechnungsgrundlage bilden — bezahlt wird nach tatsächlichem Verbrauch. CEO Christian Klein räumte in Berlin ein, dass dieser Wandel zu „kurzfristigem Schmerz“ führen könnte, ähnlich wie einst die Migration in die Cloud.

Konkret überführte SAP bereits mehrere Dienste — darunter Joule, Datasphere und Document AI — in separate Verbrauchskataloge. Abgerechnet wird über vorausbezahlte „AI Units“. Ab Juli sollen zudem sogenannte „Forward-Deployed Engineering“-Teams direkt bei Kunden maßgeschneiderte KI-Lösungen entwickeln.

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Industriekunden unter Doppeldruck

Die Transformation trifft einen ohnehin belasteten Kundenstamm. Viele SAP-Kunden aus dem produzierenden Gewerbe leiden unter den US-Importaufschlägen und könnten IT-Budgets kürzen. Marktbeobachter sehen das Risiko, dass teure Cloud-Migrationen — insbesondere der Wechsel von ECC auf S/4HANA — verschoben werden, da ein erheblicher Teil des Kundenstamms noch auf älteren Plattformen verbleibt.

Reicht das stabile Fundament aus, um diese Sorgen zu zerstreuen? Das Unternehmen lieferte 2025 ein Cloud-Umsatzwachstum von 23 Prozent, der Free Cashflow erreichte 8,24 Milliarden Euro. Parallel läuft ein Aktienrückkaufprogramm über zehn Milliarden Euro, von dem bis Juli 2026 bereits 2,6 Milliarden Euro investiert sein sollen. Die Antwort darauf liefert der Q1-Bericht, der heute Abend um 22:05 Uhr veröffentlicht wird. Analysten erwarten für das Gesamtjahr einen Umsatz von 40,6 Milliarden Euro — ein stabiles Cloud-Wachstum trotz des schwierigen Industrieumfelds wäre das stärkste Argument gegen die wachsende Investitionszurückhaltung.

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SAP Aktie

139,62 EUR

– 10,08 EUR -6,73 %
KGV 23,95
Sektor Technologie
Div.-Rendite 1,68 %
Marktkapitalisierung 170,60 Mrd. EUR
ISIN: DE0007164600 WKN: 716460

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