Ein robuster Jahresabschluss und ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm sorgen normalerweise für Kauflaune. Bei Europas größtem Softwarekonzern dominiert stattdessen die Skepsis der Anleger. Leicht verfehlte Cloud-Ziele und neue Sicherheitslücken drücken die Papiere auf den tiefsten Stand seit einem Jahr.
Verantwortlich für die trübe Stimmung sind vor allem die Details aus dem vierten Quartal 2025. Das währungsbereinigte Wachstum des Cloud-Auftragsbestands blieb mit 25 Prozent minimal hinter den vom Management angepeilten 26 Prozent zurück. Diese kleine Abweichung genügte, um in einem ohnehin schwächelnden Tech-Markt Verkäufe auszulösen. Seit Jahresanfang verzeichnet der Titel ein Minus von knapp 18 Prozent und testete in der vergangenen Woche das 52-Wochen-Tief bei 164,96 Euro.
Kritische Updates als Störfeuer
Zusätzlichen Gegenwind lieferte der jüngste monatliche Patchday im März. Der Konzern musste 15 neue Sicherheitshinweise veröffentlichen, darunter zwei kritische Schwachstellen in zentralen Komponenten wie dem NetWeaver Enterprise Portal. Obwohl laut Unternehmensangaben bisher keine der Lücken aktiv von Angreifern ausgenutzt wurde, erfordert die Dringlichkeit der Updates kurzfristig personelle Ressourcen bei den Kunden.
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Analysten sehen intakte Basis
Der operative Kern des Unternehmens präsentiert sich von diesen Turbulenzen unbeeindruckt. Das vergangene Geschäftsjahr lieferte mit einem Cloud-Umsatzplus von 23 Prozent und einem verdoppelten Betriebsergebnis solide Fundamentaldaten. Marktbeobachter werten die negative Kursreaktion daher teilweise als überzogen. So senkten Barclays und BMO Capital zwar ihre Kursziele spürbar, hielten aber an ihren positiven Einstufungen fest. Beide Investmentbanken betonen das anhaltende Vertrauen in die langfristige Strategie der Walldorfer.
Ein wichtiger Impulsgeber wartet bereits im kommenden Monat. Am 23. April präsentiert das Management die Zahlen für das erste Quartal. Diese Ergebnisse müssen belegen, ob das neue KI-Angebot bereits in messbare kommerzielle Abschlüsse mündet und das Cloud-Wachstum stützt. Wenige Wochen später, am 6. Mai, wird die Aktie zudem ex-Dividende gehandelt, wobei eine Ausschüttung von 2,50 Euro je Anteilsschein vorgesehen ist.
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