SAP Aktie: Startschwierigkeiten!

Trotz starker Jahresbilanz verliert die SAP-Aktie massiv an Wert, da der Auftragsbestand im Cloud-Geschäft die Erwartungen verfehlt und das Wachstum sich verlangsamt.

Kurz zusammengefasst:
  • Starker Kurseinbruch trotz Rekordgewinn
  • Cloud-Auftragsbestand enttäuscht Analysten
  • Aussicht auf verlangsamtes Wachstum 2026
  • Aktienrückkaufprogramm über 10 Milliarden Euro

SAP legte starke Jahreszahlen vor – und verlor dennoch 16 Prozent an einem einzigen Tag. Der 29. Januar 2026 markierte den schärfsten Kurseinbruch seit Oktober 2020. Der Grund: Das Cloud-Auftragsgeschäft enttäuschte die Erwartungen der Analysten massiv.

Während der Softwarekonzern aus Walldorf beim Umsatz und Gewinn glänzte, blieben die Anleger beim Blick auf den Current Cloud Backlog ernüchtert zurück. Diese Kennzahl bildet den vertraglich zugesicherten Auftragsbestand für die kommenden zwölf Monate ab – und gilt als Gradmesser für künftiges Wachstum.

SAP

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Cloud-Aufträge verfehlen Erwartungen deutlich

Der Current Cloud Backlog wuchs im vierten Quartal 2025 um 16 Prozent auf 21,1 Milliarden Euro. Analysten der UBS hatten mit einem Plus von 26 Prozent gerechnet. Auch währungsbereinigt blieb SAP mit 25 Prozent Wachstum einen Prozentpunkt unter der eigenen Prognose.

Die wichtigsten Zahlen auf einen Blick:

  • Current Cloud Backlog: 21,1 Mrd. € (+16% zum Vorjahr)
  • Cloud-Umsatz 2025: 21,02 Mrd. € (+26% währungsbereinigt)
  • Gesamtumsatz: 36,8 Mrd. € (+8%)
  • Bereinigtes Betriebsergebnis: 10,42 Mrd. € (+28%)
  • Free Cashflow: 8,24 Mrd. € (+95%)
  • Nettogewinn: 7,5 Mrd. € (mehr als verdoppelt)

Ausblick zeigt Verlangsamung

Für 2026 rechnet SAP mit einem Cloud-Umsatzwachstum zwischen 23 und 25 Prozent – eine Abschwächung gegenüber den 26 Prozent im Vorjahr. Finanzvorstand Dominik Asam verwies auf größere Transformationsprojekte mit längeren Anlaufzeiten. Zudem würden geopolitische Spannungen die Nachfrage nach souveränen Cloud-Lösungen erhöhen. Verträge mit Regierungen und Verteidigungskunden benötigten jedoch mehr Zeit bis zum Abschluss.

Der Current Cloud Backlog werde sich „leicht verlangsamen“, so das Unternehmen. Eine Formulierung, die bei Investoren für zusätzliche Unsicherheit sorgte.

Aktienrückkäufe als Beruhigungspille

Um die verunsicherten Anleger zu beschwichtigen, kündigte SAP ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu 10 Milliarden Euro an, verteilt auf zwei Jahre. Davon fließen jährlich 1,5 bis 2 Milliarden Euro in das aktienbasierte Vergütungssystem für Mitarbeiter.

Der Kurssturz traf SAP nicht isoliert. Andere europäische Softwareunternehmen wie Dassault Systèmes und Sage verzeichneten am selben Tag ebenfalls Verluste. Anleger sorgen sich branchenweit, dass der Fortschritt bei Künstlicher Intelligenz traditionelle Geschäftsmodelle unter Druck setzen könnte.

Die SAP-Aktie notiert aktuell bei 170,56 Euro und hat damit seit Jahresbeginn rund 15 Prozent verloren. Bis zur Vorlage der nächsten Quartalszahlen dürfte die Frage im Mittelpunkt stehen, ob sich die Verlangsamung im Cloud-Geschäft als temporäres Phänomen oder strukturelles Problem erweist.

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