SAP erhöht die Dividende um 6,4 Prozent auf 2,50 Euro je Aktie – während die Aktie seit Jahresbeginn rund 15 Prozent verloren hat. Der Kontrast zwischen operativer Stärke und enttäuschter Markterwartung prägt das Bild beim Walldorfer Softwarekonzern. Die Zahlen für 2025 zeigen Rekordergebnisse, doch die Cloud-Dynamik schwächelt.
Dividende und operative Ergebnisse überzeugen
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen für das Geschäftsjahr 2025 eine Ausschüttung von 2,50 Euro je Aktie vor. Das entspricht einer Gesamtsumme von rund 2,9 Milliarden Euro. Die Ausschüttungsquote sinkt dabei auf 40,7 Prozent des Non-IFRS-Gewinns – ein Zeichen für das deutlich gestiegene Ergebnis.
Die Zahlen dahinter sind beeindruckend: Das Non-IFRS-Betriebsergebnis kletterte 2025 um 31 Prozent auf 10,42 Milliarden Euro und übertraf damit die eigene Prognose. Der Free Cashflow erreichte 8,2 Milliarden Euro. Zusätzlich kündigte SAP ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 10 Milliarden Euro an.
Für die Dividendenzahlung sind folgende Termine relevant: Der Ex-Tag ist der 6. Mai 2026, die Auszahlung erfolgt am 8. Mai. Die Hauptversammlung muss dem Vorschlag noch zustimmen.
Cloud-Backlog enttäuscht die Erwartungen
Der massive Kursrückgang seit Jahresbeginn hat einen klaren Auslöser: Am 29. Januar brach die Aktie nach Vorlage der Jahreszahlen um über 14 Prozent ein – der stärkste Tagesverlust seit Oktober 2020. Das Problem lag nicht in den absoluten Zahlen, sondern in der Wachstumsdynamik.
Das aktuelle Cloud-Backlog wuchs um 25 Prozent, die Analysten hatten jedoch 25,7 Prozent erwartet. Auch die Cloud-Umsatzprognose für 2026 blieb hinter den Markterwartungen zurück. SAP rechnet mit Cloud-Erlösen zwischen 25,8 und 26,2 Milliarden Euro sowie einem Non-IFRS-Betriebsergebnis von 11,9 bis 12,3 Milliarden Euro.
Der gesamte Cloud-Backlog liegt bei 77,3 Milliarden Euro – ein Plus von 22 Prozent. Die Zahlen sind stark, aber die Verlangsamung des Wachstumstempos hat den Markt verunsichert.
Charttechnisch angespannt
Mit einem Schlusskurs von 172,12 Euro am Freitag notiert die Aktie deutlich unter allen wichtigen gleitenden Durchschnitten. Der 200-Tage-Schnitt liegt bei 224,47 Euro, der Abstand beträgt mehr als 23 Prozent. Das 52-Wochen-Tief von 167,04 Euro wurde Anfang Februar erreicht – nur knapp darüber hat sich die Aktie zuletzt stabilisiert.
Die positive Nachricht: Am Freitag legte der Kurs um rund 1,8 Prozent zu, unterstützt von einer allgemeinen Markterholung nach der Aussetzung der Trump-Zölle durch den US Supreme Court.
Die Zahlen am 21. April werden entscheidend
SAP befindet sich in einer ungewöhnlichen Situation: Operativ liefert der Konzern ab, die Bewertung spiegelt jedoch Zweifel an der weiteren Cloud-Transformation. Die nächsten Quartalszahlen am 21. April 2026 dürften zeigen, ob das Cloud-Wachstum wieder anzieht oder sich die Verlangsamung fortsetzt. Bis dahin bleibt die Aktie unter Beobachtung.
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