SAP: Cloud-Umsatz um 27 % auf 5,96 Milliarden
SAP übertrifft Erwartungen mit Cloud-Erlösen und operativer Marge, warnt aber vor geopolitischen Risiken.

Kurz zusammengefasst
- Cloud-Umsatz steigt um 27 Prozent
- Operative Marge erreicht 30 Prozent
- KI-Partnerschaft mit Daimler Trucks
- Cashflow durch Rechtsstreit belastet
Operativ läuft es rund, an der Börse dominiert Skepsis. SAP liefert zum Jahresauftakt starke Zahlen und übertrifft die Erwartungen bei Umsatz und Gewinn deutlich. Der Markt honoriert das am Freitag mit einem Kurssprung von über fünf Prozent auf 147,64 Euro. Auf Jahressicht notiert das Papier des Walldorfer Softwarekonzerns allerdings weiterhin rund 27 Prozent im Minus.
Im Kerngeschäft zieht das Tempo an. Der währungsbereinigte Cloud-Umsatz kletterte um 27 Prozent auf 5,96 Milliarden Euro. Auch der Auftragsbestand für die kommenden zwölf Monate wuchs kräftig auf knapp 22 Milliarden Euro. Analysten hatten im Vorfeld mit einer deutlich moderateren Entwicklung gerechnet.
Parallel dazu verbesserte sich die Profitabilität. Das bereinigte Betriebsergebnis stieg um fast ein Viertel, was die operative Marge auf 30 Prozent hievt. Trotz der robusten Zahlen warnt das Management vor externen Risiken. Besonders der Nahost-Konflikt und mögliche Störungen der Handelswege in der Straße von Hormus gelten als Unsicherheitsfaktoren für den weiteren Jahresverlauf.
Künstliche Intelligenz als Wachstumstreiber
CEO Christian Klein positioniert künstliche Intelligenz als zentralen Hebel für künftige Erlöse. Wie das in der Praxis aussieht, zeigt eine Kooperation mit Daimler Trucks. Dort steigerten KI-Werkzeuge die Erfolgsquote bei Vertragsabschlüssen von zehn auf über 40 Prozent. Das entspricht laut Unternehmensangaben einem finanziellen Effekt von rund 70 Millionen Euro.
Derweil wächst der Druck durch agile Start-ups. Klein fordert kontinuierlich neue KI-Mehrwerte, um die eigene Marktposition abzusichern. Marktbeobachter stufen diese Offensive als zwingend ein. Eine spürbare Beschleunigung des Gesamtumsatzes durch die neuen KI-Dienste erwartet SAP selbst allerdings erst ab dem Jahr 2027.
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Analysten bestätigen Kaufempfehlungen
Ein Wermutstropfen im Zahlenwerk ist der freie Cashflow. Eine Einmalzahlung von 408 Millionen Euro aus einem Rechtsstreit mit dem US-Unternehmen Teradata belastete die Kasse. Den Ausblick für das Gesamtjahr tastet der Vorstand nicht an. Die Prognose für den Cloud-Umsatz bleibt intakt.
Die großen Investmentbanken reagieren erleichtert auf das Quartalsergebnis und bestätigen ihre positiven Einschätzungen:
- Deutsche Bank: Kursziel 200 Euro (Kaufen)
- UBS: Kursziel 205 Euro (Kaufen)
- Barclays: Kursziel 220 Euro (Overweight)
Aktionäre erhalten indes Planungssicherheit bei der Gewinnbeteiligung. Die Dividende ist auf 2,9291 US-Dollar je Aktie festgesetzt und fließt Mitte Mai auf die Konten. Parallel dazu läuft das milliardenschwere Aktienrückkaufprogramm weiter. Mit einem Abstand von rund 45 Prozent zum 52-Wochen-Hoch aus dem vergangenen Juni bleibt der Weg zu alten Rekordständen für das Papier vorerst weit.
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