SAP: EPS 1,66 Euro übertrifft Erwartungen
SAP überrascht mit starkem Gewinn im ersten Quartal, warnt jedoch vor einer Abschwächung im Frühjahr. Cloud-Erlöse legen deutlich zu.

Kurz zusammengefasst
- Gewinn je Aktie über Analystenschätzungen
- Cloud-Umsatz steigt um 27 Prozent
- Rechtsstreit mit Teradata kostet Millionen
- Aktienkurs seit Jahresbeginn stark gefallen
Starkes Wachstum, aber verhaltene Aussichten. SAP hat zum Jahresauftakt die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der Cloud-Umsatz legte massiv zu. Die Freude währt allerdings nur kurz. Das Management warnt bereits vor einem schwächeren zweiten Quartal.
Im ersten Jahresviertel verdiente der Softwarekonzern 1,66 Euro je Aktie. Das liegt leicht über den Prognosen der Experten. Auch das operative Ergebnis kletterte deutlich. Es stieg um 24 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro.
Treiber der Entwicklung war das Cloud-Geschäft. Hier wuchsen die Erlöse um 27 Prozent. Laut den Marktforschern von Gartner wächst SAP damit spürbar schneller als der Gesamtmarkt. Die Kehrseite: Sondereffekte trieben das Wachstum im Auftaktquartal nach oben. Im Frühjahr rechnet der Vorstand daher mit einer Abschwächung.
Teurer Rechtsstreit und geopolitische Risiken
Ein alter Konflikt belastete parallel die Kassen. Ende Februar legten SAP und Teradata ihren Rechtsstreit bei. Der Vergleich kostete die Walldorfer rund 408 Millionen Euro. Diese Summe schmälerte den freien Cashflow massiv.
Abseits der Bilanzen blickt das Management besorgt auf den Nahen Osten. Der dortige Konflikt schafft wirtschaftliche Unsicherheiten. Das könnte das Verhalten der Kunden bremsen. Dennoch hält SAP an der Jahresprognose fest.
Der Konzern rechnet für 2026 mit Cloud-Erlösen von rund 26 Milliarden Euro. Der operative Gewinn soll bei etwa 12 Milliarden Euro landen. Diese Schätzung setzt eine baldige geopolitische Deeskalation voraus.
Aktie sucht den Boden
An der Börse spiegelt sich die operative Stärke aktuell kaum wider. Die SAP-Aktie ging am Freitag bei rund 149 Euro aus dem Handel. Seit Jahresbeginn hat das Papier gut 26 Prozent an Wert verloren.
Der langfristige Trend zeigt nach unten. Der Kurs notiert weit unter seinem 200-Tage-Durchschnitt. Aktionäre hoffen nun auf Impulse durch die anstehende Hauptversammlung.
Am 5. Mai treffen sich die Anteilseigner virtuell. Auf der Agenda steht eine höhere Gewinnausschüttung. Das Management hat eine Dividende von 2,50 Euro je Aktie vorgeschlagen. Stimmen die Aktionäre zu, fließt das Geld am 8. Mai auf die Konten.
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