SAP: Quartalszahlen um 22:05 Uhr erwartet
SAP veröffentlicht Quartalsergebnisse nach deutlichem Kursrückgang. Investoren achten auf die Prognose und das laufende EU-Kartellverfahren zu Wartungsrichtlinien.

Kurz zusammengefasst
- Aktie notiert deutlich unter Jahreshoch
- Rückkaufprogramm mit Milliardenvolumen läuft
- Dividendenvorschlag für 2025 liegt vor
- EU-Verfahren zu Support-Politik im Blick
Fast 38 Prozent Kursverlust in zwölf Monaten — und heute Abend legt SAP Zahlen vor. Der DAX-Schwergewicht veröffentlicht seine Ergebnisse für das erste Quartal 2026 um 22:05 Uhr MESZ, die Analystenkonferenz mit CEO Christian Klein und CFO Dominik Asam folgt um 23:00 Uhr. Die eigentliche Marktreaktion kommt damit erst am Freitag.
Tiefer Graben zwischen Kurs und Bewertung
Der Schlusskurs von 149,84 Euro am Mittwoch liegt rund 45 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 271,60 Euro, das die Aktie noch im Juni 2025 markiert hatte. Seit Jahresbeginn summieren sich die Verluste auf knapp 26 Prozent. Immerhin: Das Jahrestief bei 139,12 Euro vom 10. April ist noch in Sichtweite — der aktuelle Kurs hält rund acht Prozent Abstand.
Makroökonomische Belastungen verstärken den Druck. Der ZEW-Index der deutschen Konjunkturerwartungen brach im April auf -17,2 Punkte ein und verfehlte die Markterwartungen deutlich — ein Signal, das europäische Technologiewerte zuletzt generell belastete.
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Rückkaufprogramm und Dividendenvorschlag
SAP hält strukturell dagegen. Das im Februar gestartete Aktienrückkaufprogramm hat ein Gesamtvolumen von bis zu 10 Milliarden Euro. Die laufende erste Tranche sieht den Erwerb eigener Anteile im Wert von bis zu 2,6 Milliarden Euro vor und soll bis spätestens 27. Juli 2026 abgeschlossen sein.
Für das Geschäftsjahr 2025 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 5. Mai eine Dividende von 2,50 Euro je Aktie vor. Bei Zustimmung liegt der Ex-Dividende-Tag am 6. Mai, die Auszahlung folgt am 8. Mai.
Was Investoren heute Abend suchen
Neben den reinen Kennzahlen dürfte das EU-Verfahren zu den On-Premise-Wartungsrichtlinien im Mittelpunkt stehen. Die EU-Kommission hatte im September 2025 eine förmliche Prüfung bestimmter Support- und Wartungspolitiken von SAP eingeleitet. Wie das Management dieses Verfahren kommentiert und ob es die Jahresprognose berührt, wird die Reaktion am Freitag maßgeblich prägen. Der freie Cashflow für 2026 ist intern mit rund 10 Milliarden Euro geplant — diese Zahl steht als impliziter Vertrauensbeweis des Managements im Raum.
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