Scottish Mortgage: Mitsubishi UFJ auf 3,02 Prozent
Mitsubishi UFJ steigt bei Scottish Mortgage ein, während der Trust eigene Aktien über NAV ausgibt. SpaceX bleibt größte Position.

Kurz zusammengefasst
- Mitsubishi UFJ überschreitet Meldeschwelle
- Aktienausgaben mit Aufschlag auf NAV
- SpaceX dominiert Portfolio des Trusts
- Hauptversammlung im Juli steht bevor
Bei Scottish Mortgage Investment Trust kommt Bewegung in die Aktionärsbasis. Mitsubishi UFJ Asset Management hat seine Beteiligung auf 3,02 Prozent der Stimmrechte erhöht und damit eine Meldeschwelle überschritten. Parallel dazu platziert der Trust eigene Aktien aus dem Bestand — zu Preisen über dem Nettoinventarwert.
An der Börse zeigt sich die Aktie robust: Am Mittwoch liegt der Kurs bei 18,12 Euro, der Tagesverlust beträgt 0,85 Prozent. Seit Jahresanfang steht dennoch ein Plus von 30,49 Prozent zu Buche.
Mitsubishi UFJ überschreitet Schwelle
Die Schwellenberührung erfolgte am 28. Mai 2026, gemeldet wurde sie am 3. Juni 2026. Damit liegt nun eine formelle Beteiligungsmitteilung des japanischen Vermögensverwalters vor.
Der Anstieg fällt klein aus, ist aber sichtbar. Mitsubishi UFJ hält nun 33.578.558 Stimmrechte, nach zuvor 2,99 Prozent und nun 3,02 Prozent.
Für die Berechnung der Meldung wurden 1.110.066.806 Aktien zugrunde gelegt. Nach der jüngsten Ausgabe aus dem Bestand nennt Scottish Mortgage allerdings 1.119.116.806 Stimmrechte.
Aktienausgaben mit Prämie
Wichtiger als die reine Beteiligungsmeldung ist das Umfeld, in dem sie kommt. Am 2. Juni gab Scottish Mortgage 3.850.000 eigene Aktien gegen Barzahlung aus dem Bestand aus; der Ausgabepreis lag bei 1.545,42 Pence je Aktie.
Einen Tag zuvor waren bereits 2.350.000 Aktien platziert worden. Der Preis betrug 1.516,50 Pence je Aktie.
Beide Tranchen erfolgten mit einem Aufschlag auf den Nettoinventarwert. Zum 2. Juni lag der geschätzte NAV bei 1.432,51 Pence, woraus sich eine Prämie von rund 7,9 Prozent ergab.
Für einen Investment Trust ist das ein klares Signal. Neue Aktien aus dem Treasury werden typischerweise nur ausgegeben, wenn der Marktpreis über dem inneren Wert liegt. Das erhöht die Aktienbasis, ohne bestehende Aktionäre unter NAV zu verwässern.
SpaceX verschiebt die Gewichte
Der zweite Strang liegt im Portfolio. Der Jahresbericht für das Geschäftsjahr bis 31. März 2026, der Anfang Juni an die Aktionäre ging, stellt die Regeln für nicht börsennotierte Beteiligungen in den Mittelpunkt.
Nach der Anlagepolitik soll Scottish Mortgage keine neuen privaten Unternehmen kaufen, wenn deren Anteil am Gesamtvermögen beim Kauf über 30 Prozent liegt. Bewertungsgewinne, besonders bei SpaceX, haben diese Quote zeitweise über die Grenze gehoben.
SpaceX ist inzwischen die größte Position des Trusts. Das macht die Strukturfrage sensibel: Die stärksten Werttreiber sitzen nicht zwingend an der Börse, während die formalen Vorgaben für private Anlagen weiter greifen.
Am 10. April 2026 genehmigten die Aktionäre deshalb eine gezielte Anpassung. Der Verwaltungsrat erhält dadurch bis zu 250 Millionen Pfund zusätzliche Kapazität für private Investments, selbst wenn die bestehende private Quote bereits über dem Limit liegt.
Diese Flexibilität bleibt begrenzt. Sie ist an Governance-Kontrollen gebunden und muss jährlich von den Aktionären bestätigt werden.
Am 2. Juli 2026 folgt die Hauptversammlung. Dort treffen zwei Themen aufeinander: anhaltende Nachfrage nach den Anteilen und der gewünschte Spielraum für private Gewinner wie SpaceX.
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