Die Scout24-Aktie verlor am Donnerstag erneut deutlich an Boden und markierte ein neues 52-Wochen-Tief. Seit dem im Sommer 2025 erreichten Rekordhoch hat der Titel inzwischen fast die Hälfte seines Wertes eingebüßt. Für das Immobilienportal droht damit im März der Rauswurf aus dem DAX. Doch was steckt hinter dem anhaltenden Kurssturz – und wie passen die eigentlich soliden Geschäftszahlen ins Bild?
Zahlen besser als erwartet – Anleger bleiben skeptisch
Scout24 legte am Donnerstag vorläufige Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vor. Der Umsatz kletterte 2025 um 14,7 Prozent auf 649,6 Millionen Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) stieg sogar um 16,5 Prozent auf 405,7 Millionen Euro. Die operative Marge verbesserte sich um einen Prozentpunkt auf 62,5 Prozent. Unterm Strich verdoppelte sich der Nachsteuergewinn nahezu auf 240 Millionen Euro – allerdings half hier ein positiver Steuereffekt kräftig nach.
Für 2026 stellt das Management um Konzernchef Ralf Weitz ein Umsatzplus von 16 bis 18 Prozent in Aussicht. Sechs bis sieben Prozentpunkte davon sollen die jüngsten spanischen Zukäufe Fotocasa und Habitaclia beisteuern. Die bereinigte Ebitda-Marge soll auf bis zu 61 Prozent klettern.
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KI-Ängste belasten den gesamten Sektor
Trotz der ordentlichen Zahlen reagierte die Börse mit einem Minus von knapp vier Prozent. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus bereits auf über 20 Prozent. Wie viele andere Internet- und Softwaretitel bekommt Scout24 derzeit die Sorgen der Anleger vor den Auswirkungen Künstlicher Intelligenz auf etablierte Geschäftsmodelle zu spüren.
Analyst Giles Thorne von Jefferies bescheinigte Scout24 zwar ein solides Schlussquartal, verwies aber auf eine nachlassende Umsatzdynamik im Vergleich zu den Vorquartalen. JPMorgan-Analyst Marcus Diebel bemängelte schwächer als erwartete Erlöse im Privatkundensegment – ein Signal, das bei Investoren offenbar auf wenig Begeisterung stößt. Ansonsten deckten sich Zahlen und Ausblick aber weitgehend mit den Erwartungen.
Die Aktie notiert damit klar im Abwärtstrend. Ob die spanischen Zukäufe und die angekündigten Wachstumsziele ausreichen, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen, bleibt vorerst offen.
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