Sellas Life Sciences Aktie: 78 von 80 REGAL-Ereignissen
Sellas Life Sciences steht kurz vor der finalen Analyse der AML-Studie REGAL. Institutionelle Investoren stocken auf, während die Aktie 2026 stark zulegt.

Kurz zusammengefasst
- Finale REGAL-Datenanalyse steht bevor
- Daiwa Securities erhöht Aktienbestand deutlich
- Barmittel auf 138,3 Mio. Dollar gestiegen
- Aktienkurs seit Jahresbeginn um 263% gestiegen
Das biopharmazeutische Unternehmen Sellas Life Sciences steht unmittelbar vor einem entscheidenden Meilenstein in seiner klinischen Entwicklung. Wie gestern bekannt wurde, nähert sich die Phase-3-REGAL-Studie zur Behandlung der akuten myeloischen Leukämie (AML) ihrer finalen Analyse. Parallel zum Fortschritt in der Forschung verzeichnete das Unternehmen signifikante Anteilsaufstockungen durch namhafte institutionelle Investoren.
Meilenstein in der AML-Forschung erreicht
Im Zentrum des Interesses steht die klinische Phase-3-Studie REGAL, die die Wirksamkeit von Galinpepimut-S (GPS) bei Patienten mit AML untersucht. Für die Einleitung der finalen Analyse wurden insgesamt 80 sogenannte „Ereignisse“ — klinisch definierte Beobachtungspunkte innerhalb der Patientengruppe — als Zielmarke festgesetzt. Medienberichten zufolge sind inzwischen 78 dieser 80 Ereignisse eingetreten. Damit steht die Auswertung der Daten unmittelbar bevor, was am Markt als kritischer Impulsgeber für die weitere Unternehmensentwicklung gewertet wird.
Zusätzlich zur REGAL-Studie richten Anleger ihren Fokus auf den Wirkstoff SLS009. Hier werden im weiteren Verlauf des Jahres 2026 Daten aus einer Phase-2-Studie erwartet. Das Unternehmen gab zudem bekannt, dass ein Schiedsspruch im Zusammenhang mit dem Partner 3D Medicines ergangen ist. Während die Partnerschaft bestehen bleibt, belaufen sich die Kosten für das Verfahren auf rund eine Million US-Dollar. Im Gegenzug winken potenzielle Meilensteinzahlungen in Höhe von insgesamt 191,5 Millionen US-Dollar.
Institutionelle Investoren bauen Positionen aus
Die operative Entwicklung wird durch ein gesteigertes Interesse großer Kapitalanleger flankiert. Allen voran hat Daiwa Securities seine Beteiligung an Sellas Life Sciences deutlich ausgebaut. Das japanische Investmenthaus erwarb zusätzliche 100.300 Aktien. Auch andere institutionelle Akteure positionierten sich zuletzt neu oder stockten bestehende Bestände auf. ALPS Advisors eröffnete eine neue Position im Umfang von 188.107 Aktien, während der New York State Common Retirement Fund seine Beteiligung um 70 Prozent auf nun 66.300 Papiere erhöhte.
Diese Zuflüsse stützen den bisherigen Trend des laufenden Jahres. Aktuell notiert die Aktie bei 10,45 € und konnte damit seit Jahresanfang ein Plus von 263,48 % verzeichnen. Trotz dieser starken Performance liegt der Wert mit einem Abstand von 31,48 % noch unter seinem 52-Wochen-Hoch, das Ende Juni erreicht worden war. Analysten wiesen zuletzt darauf hin, dass das Papier gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 20,5 im Vergleich zur Biotech-Branche mit einem deutlichen Aufschlag gehandelt wird.
Finanzlage und Marktbewertung
Die finanzielle Ausstattung des Unternehmens stellte sich zum Ende des zweiten Quartals stabil dar. Zum 30. Juni verfügte Sellas Life Sciences über geschätzte Barmittel in Höhe von 138,30 Millionen US-Dollar. Dies ist eine Steigerung gegenüber dem Stand Ende März, als die Cash-Reserven bei 107,1 Millionen US-Dollar lagen. Der Zuwachs resultierte unter anderem aus der Ausübung von Optionsscheinen im ersten Quartal.
Demgegenüber steht ein anhaltender Nettoverlust, der für den Berichtszeitraum mit 29,457 Millionen US-Dollar beziffert wurde. Da das Unternehmen derzeit noch keine regelmäßigen Umsätze aus Produktverkäufen erzielt, bleibt die Abhängigkeit von erfolgreichen klinischen Studiendaten und der daraus resultierenden Marktzulassung hoch. Analysten der Community von Simply Wall St beziffern den fairen Wert der Aktie auf 27,50 US-Dollar, was den Optimismus hinsichtlich der anstehenden Studienergebnisse unterstreicht. Dennoch warnen Marktbeobachter vor der Volatilität im Biotech-Sektor, die sich auch im Short-Interest widerspiegelt: Zuletzt waren über 10 Prozent des Streubesitzes leerverkauft, was auf eine gespaltene Meinung der Marktteilnehmer zur künftigen Kursentwicklung hindeutet.
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