Sellas Life Sciences Aktie: REGAL-Studie bleibt unbestätigt
Sellas wartet auf den 80. Studienfall bei GPS, erwartet SLS009-Daten im vierten Quartal und erhält Unterstützung durch institutionelle Investoren.

Kurz zusammengefasst
- REGAL-Studie zählt bislang 78 Ereignisse
- SLS009-Daten für Q4 2026 erwartet
- Jefferies erwirbt neue Sellas-Position
- Barmittel von 138,3 Millionen US-Dollar
Die Anleger von Sellas Life Sciences blicken derzeit gespannt auf die kommenden Monate, in denen entscheidende Daten aus der klinischen Pipeline erwartet werden.
Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht die Phase-3-REGAL-Studie zum Wirkstoff Galinpepimut-S (GPS) bei Patienten mit akuter myeloischer Leukämie (AML). Während der Markt auf den Abschluss der Datenerhebung hinfiebert, prägen Volatilität und strategische Positionierungen namhafter Investoren das Bild.
Geduldsprobe bei der REGAL-Studie
Ein zentraler Kurstreiber für das Unternehmen ist das Erreichen des sogenannten 80. Ereignisses in der laufenden REGAL-Studie. Diese Marke ist die Voraussetzung für den Beginn der finalen Analyse.
Am vergangenen Montag bewegten Spekulationen über das Erreichen dieses Meilensteins den Aktienkurs, doch eine offizielle Bestätigung blieb aus. Medienberichten zufolge verharrt die Zählung bei 78 Ereignissen. Der Prozess erfordert eine sorgfältige Prüfung, bevor die abschließenden Daten ausgewertet werden können.
CEO Angelos Stergiou hob zudem am 17. August eine neue Studie zur pädiatrischen Leukämie hervor. Diese unterstützt laut Unternehmensführung die wissenschaftliche Grundlage der REGAL-Studie und unterstreicht das Potenzial des Wirkstoffs bei der Behandlung von AML. Die Spannung im Markt resultiert vor allem daraus, dass die finale Analyse ereignisgesteuert ist und somit unmittelbar bevorstehen könnte.
Erweiterte Perspektiven für SLS009
Neben GPS steht der CDK9-Inhibitor SLS009 im Fokus der klinischen Entwicklung. Für die Phase-2-Studie zur Erstlinienbehandlung von AML wurden bereits 28 Patienten rekrutiert. Erste aussagekräftige Daten (Topline-Data) werden für das vierte Quartal 2026 erwartet. Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt der Wirkstoff am vergangenen Mittwoch durch Entwicklungen im Sektor der Bauchspeicheldrüsenkrebstherapien.
Die US-Zulassung von Rasonque durch Revolution Medicines für metastasierten Bauchspeicheldrüsenkrebs sorgte für ein verstärktes Handelsinteresse an Sellas. Hintergrund ist, dass Sellas SLS009 als potenziellen Kandidaten für Anwendungen in diesem Bereich in Betracht zieht.
Bisher befindet sich dieses Programm jedoch noch in einem präklinischen Stadium. Die Fortschritte bei Mitbewerbern werden am Markt dennoch als Indikator für das allgemeine Potenzial von CDK9-Inhibitoren gewertet.
Institutionelles Vertrauen und finanzielle Basis
Trotz der jüngsten Kursschwankungen — am vergangenen Freitag verzeichnete die Aktie im Handel eine Tagesveränderung von minus 13 Prozent — zeigen institutionelle Anleger verstärktes Interesse. Vor rund zwei Wochen wurde bekannt, dass Jefferies eine neue Position von 200.459 Aktien im Wert von knapp 3 Millionen US-Dollar aufgebaut hat. Zeitgleich erhöhte Susquehanna seine Beteiligung am Unternehmen um mehr als das Fünffache.
Die finanzielle Ausstattung des Unternehmens bildet die Grundlage für die Fortführung der klinischen Programme. Vor gut drei Wochen gab Sellas bekannt, das zweite Quartal 2026 mit Barmitteln in Höhe von 138,3 Millionen US-Dollar abgeschlossen zu haben. Diese Liquidität soll die klinische Forschung bis tief in die kommenden Phasen absichern.
Am Donnerstag äußerten sich zudem Analysten positiv zur weiteren Entwicklung. Alliance Global hob das Kursziel auf 35 US-Dollar an und bekräftigte die Kaufempfehlung, wobei SLS009 als führender CDK9-Inhibitor mit Potenzial für verschiedene Krebsarten bezeichnet wurde.
Das Analysehaus Maxim bestätigte ebenfalls seine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 30 US-Dollar und verwies auf die bevorstehenden Daten der Phase-3-Studie zur AML. Seit Jahresbeginn konnte der Wert bereits um 302 Prozent zulegen, notiert jedoch derzeit rund 25 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.
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