ServiceNow Aktie: 125 Basispunkte Margin-Druck im Q2
ServiceNow treibt KI-Ökosystem mit neuen Partnern voran, streicht aber Stellen. Die Aktie verliert, während Analysten optimistisch bleiben.

Kurz zusammengefasst
- Neue KI-Partnerschaften mit Cognizant und Hackett Group
- Stellenabbau zur Finanzierung von KI-Investitionen
- Margendruck durch Armis-Übernahme und Nahost-Probleme
- Aktie fällt, Analysten sehen aber Potenzial
ServiceNow baut sein Ökosystem für künstliche Intelligenz massiv aus. Parallel dazu streicht der Softwarekonzern Hunderte Stellen. An der Börse sorgt dieser Umbruch für Nervosität. Die Aktie verlor in den vergangenen sieben Tagen fast sieben Prozent an Wert.
Neue Allianzen für KI-Agenten
Das Unternehmen will zur zentralen Steuerungszentrale für autonome Geschäftsprozesse aufsteigen. Dafür meldet ServiceNow zwei neue Partnerschaften. Cognizant verknüpft seine KI-Beschleuniger künftig direkt mit den Systemen von ServiceNow. Unternehmen können so verschiedene KI-Agenten auf einer einzigen Plattform steuern. Zusätzlich integriert die Hackett Group ihr neues Analysewerkzeug. Dieses Tool hilft Kunden bei der Planung ihrer KI-Investitionen.
Gegenwind drückt auf die Marge
Der technologische Ausbau kostet viel Geld. Die milliardenschwere Übernahme von Armis belastet die operative Marge im zweiten Quartal spürbar. Das Management rechnet mit einem Rückgang um 125 Basispunkte. Hinzu kommen Verzögerungen bei großen Software-Projekten im Nahen Osten. Diese bremsen das Wachstum der Abonnementeinnahmen aus.
Als Reaktion strukturiert ServiceNow intern um. Der Konzern entlässt zahlreiche Mitarbeiter. Das Management spricht von nötigen Effizienzsteigerungen. Die frei werdenden Mittel fließen direkt in neue KI-Positionen.
Hohe Schwankungen
Die Börse reagiert skeptisch auf diese Gemengelage. Kein Wunder. Aktuell notiert das Papier bei 82,84 Euro. Die annualisierte Schwankungsbreite liegt bei extremen 78,81 Prozent. Der technische Indikator RSI steht bei 41,3. Die Aktie nähert sich damit langsam einer möglichen Stabilisierungszone.
Analysten sehen die Lage deutlich entspannter. Die Experten von Benchmark hoben ihr Kursziel kürzlich auf 130 US-Dollar an. Sie verweisen auf das starke Geschäftsmodell und eine Bruttomarge von über 76 Prozent.
In der zweiten Jahreshälfte muss das Management liefern. Die neuen KI-Partnerschaften müssen zügig in messbare Umsätze fließen. Nur so kann ServiceNow die aktuellen Margenbelastungen und die regionale Schwäche ausgleichen. Fällt das Auftragswachstum schwach aus, droht ein Test der jüngsten Tiefststände.
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