ServiceNow Aktie: Bank of America mit 130-Dollar-Ziel eingestiegen
ServiceNow-Aktionäre genehmigen Ausweitung des Aktienpools um 38 Millionen Anteile. Analysten sehen Potenzial trotz Verwässerungsrisiken.

Kurz zusammengefasst
- 38 Millionen neue Aktien genehmigt
- Zoom-Gründer Yuan erhält schwächste Zustimmung
- Bank of America startet mit Kaufempfehlung
- Neue KI-Partnerschaften mit Experian und Boomi
ServiceNow hat auf seiner Hauptversammlung am 21. Mai 2026 ein milliardenschweres Signal gesetzt. Die Aktionäre stimmten einer massiven Ausweitung des Mitarbeiter-Aktienprogramms zu — und schufen damit Raum für künftige Verwässerung.
38 Millionen neue Aktien für Mitarbeiterbindung
Der Kern der Abstimmung: Die Aktionäre genehmigten eine Erweiterung des Aktienreservepools um 38 Millionen Anteile. Der Gesamtpool wächst damit auf rund 98 Millionen Aktien. Davon stehen nun gut 54 Millionen für künftige Vergaben bereit.
Die Zustimmung war deutlich. Rund 736 Millionen Aktien stimmten dafür, knapp 31 Millionen dagegen. ServiceNow nutzt das Programm, um Talente zu gewinnen und zu halten — ein in der Softwarebranche übliches Mittel. Für bestehende Aktionäre bedeutet es jedoch potenzielle Verwässerung.
Boardwahl mit einem Ausreißer
Alle neun nominierten Direktoren wurden gewählt. Auffällig: Eric S. Yuan, Gründer von Zoom, erhielt mit rund 594 Millionen Ja-Stimmen die schwächste Unterstützung im Gremium. Rund 174 Millionen Stimmen wurden gegen ihn oder zurückgehalten. Alle anderen Kandidaten lagen deutlich höher.
Die Vergütung des Managements für 2025 passierte ebenfalls — allerdings mit spürbarem Gegenwind. Rund 111 Millionen Aktien stimmten dagegen, was einem Anteil von gut 14 Prozent entspricht. Für künftige Abstimmungen zur Vergütung sprachen sich die Aktionäre für einen jährlichen Rhythmus aus.
Ein Aktionärsantrag auf das Recht zur schriftlichen Zustimmung scheiterte. Rund 486 Millionen Aktien votierten dagegen.
Kurs erholt sich, Bank of America steigt ein
Am Tag nach der Hauptversammlung legte die Aktie um 2,45 Prozent auf 102,13 Dollar zu. Das Papier schwankte zwischen 99,43 und 104,59 Dollar. Das Handelsvolumen lag bei knapp 23,6 Millionen Aktien.
Der Kursanstieg passt in ein breiteres Bild. Enterprise-Software hatte zu Jahresbeginn unter Sorgen vor KI-Disruption gelitten. Bank of America nahm die Abdeckung in dieser Woche mit einem Kursziel von 130 Dollar und dem Rating „Buy“ wieder auf. Die Analysten sehen ServiceNow als unverzichtbare Plattform für die Steuerung und Prüfung von KI-Anwendungen in Unternehmen.
Parallel dazu kündigte ServiceNow neue Partnerschaften mit Experian und Boomi an. Beide sollen Datendienste direkt in die KI-Plattform integrieren und den Einsatz autonomer KI-Agenten in regulierten Geschäftsprozessen beschleunigen. Ob das Kursziel von 130 Dollar erreichbar ist, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell diese KI-Wetten Umsatz generieren.
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