ServiceNow-CEO Bill McDermott sorgte Mitte März 2026 mit einer ungewöhnlich konkreten Warnung für Aufsehen: KI-gesteuerte Automatisierung könnte die Arbeitslosenquote unter Hochschulabsolventen in den nächsten Jahren auf über 30 Prozent treiben. Pikant dabei — das Unternehmen selbst hat bereits 90 Prozent seiner Kundenservice-Fälle automatisiert, die früher menschliche Mitarbeiter erforderten.
Was hinter der Warnung steckt
McDermotts Aussagen im CNBC-Interview sind kein abstraktes Zukunftsszenario, sondern eine Beschreibung laufender Entwicklungen. Die Federal Reserve Bank of New York verzeichnete Ende 2025 eine Arbeitslosenquote unter Hochschulabsolventen von 5,7 Prozent — die Unterbeschäftigung lag jedoch bereits bei 42,5 Prozent. Der Übergang von KI-Experimenten zur unternehmensweiten Umsetzung vollzieht sich schneller als erwartet.
Gleichzeitig stufte Morningstar am 16. März die Wettbewerbsvorteile mehrerer US-Softwareunternehmen herab. Die Begründung: KI bedrohe langfristig klassische Software-Geschäftsmodelle. Der SaaS-Sektor steckt ohnehin seit Anfang 2026 in einer Schwächephase mit erheblichen Marktwertkorrekturen.
Zahlen und Analystenstimmung
Operativ läuft es bei ServiceNow gut. Im vierten Quartal 2025 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 3,57 Milliarden Dollar — ein Plus von 20,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn je Aktie von 0,92 Dollar übertraf die Konsensschätzung von 0,89 Dollar leicht. Die Erneuerungsrate von 98 Prozent signalisiert eine stabile Kundenbasis.
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40 von 44 Analysten empfehlen die Aktie derzeit mit „Kaufen“ oder „Starkes Kaufen“. Der Kurs liegt mehr als 50 Prozent unter seinem Höchststand aus 2025 — für viele Marktteilnehmer offenbar ein attraktives Einstiegsniveau.
Beim institutionellen Kapital zeigt sich ein gemischtes Bild: Ameriprise Financial erhöhte seinen Anteil im dritten Quartal 2025 um 3,5 Prozent auf knapp eine Million Aktien, während AllianceBernstein seine Position um 4,2 Prozent reduzierte und dabei über 80.000 Aktien verkaufte. Insider trennten sich im selben Zeitraum von rund 16.237 Aktien im Wert von etwa 1,7 Millionen Dollar.
Agentic AI als Kernstrategie
Während Wettbewerber wie Block und Atlassian mit Stellenabbau von fast 50 beziehungsweise 10 Prozent reagieren, setzt ServiceNow auf Integration statt Rückzug. Die Automatisierung interner und externer Workflows durch sogenannte Agentic AI gilt als zentraler Wachstumstreiber für das laufende Geschäftsjahr. Ob der „System of Record“-Status des Unternehmens tatsächlich als struktureller Schutzwall gegen den Branchendruck trägt, werden die Ergebnisse der kommenden Quartale zeigen müssen — die Bewertung durch den Markt fällt bislang überwiegend positiv aus.
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