ServiceNow Aktie: Countdown läuft ab
UBS stuft ServiceNow nach einer drastischen Kurszielsenkung auf Neutral herab. Grund sind verschobene IT-Budgets und die Sorge, dass KI-Modelle das Kerngeschäft disruptieren könnten.

Kurz zusammengefasst
- UBS senkt Kursziel von 170 auf 100 US-Dollar
- IT-Budgets verschieben sich zugunsten von KI-Infrastruktur
- Aktie verzeichnet schwächste Woche seit 2016
- Nächste Bewährungsprobe sind Quartalszahlen am 22. April
Künstliche Intelligenz sollte für Software-Konzerne eigentlich der nächste große Wachstumstreiber sein. Bei ServiceNow schlägt diese Fantasie derzeit in handfeste Sorgen um. Anleger fürchten, dass neue KI-Modelle das Kerngeschäft des Unternehmens überflüssig machen könnten, was den Kurs massiv unter Druck setzt.
UBS streicht das Kursziel zusammen
Am heutigen Samstag reagierte die Großbank UBS auf die veränderte Marktlage und stufte das Papier von „Buy“ auf „Neutral“ ab. Gleichzeitig kappten die Analysten das Kursziel drastisch von 170 auf 100 US-Dollar. Als Hauptgrund nennen die Experten eine spürbare Verschiebung der IT-Budgets: Unternehmen investieren massiv in neue KI-Infrastruktur und sparen dafür bei klassischen Software-Anwendungen.
Die Workflow-Automatisierung von ServiceNow gilt in diesem Umfeld als besonders anfällig für Disruptionen durch moderne KI-Modelle. Entsprechend senkte die UBS auch die Prognose für das Wachstum der verbleibenden Leistungsverpflichtungen (RPO) bis Ende 2026 von 20 auf 16 Prozent. Wegen des schwierigen Investitionsklimas rechnen die Analysten in den kommenden Quartalen zudem mit geringeren Gewinnüberraschungen als üblich.
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Gefangen in der „SaaSpocalypse“
Diese fundamentale Skepsis spiegelt sich deutlich im Chart wider. Mit einem Wochenverlust von rund 19 Prozent verzeichnete der Titel die schwächste Performance seit 2016 und rutschte am Freitag auf 82,49 US-Dollar ab. Damit hat der Wert seit Jahresbeginn fast 46 Prozent eingebüßt.
Der Abverkauf ist Teil einer branchenweiten Korrektur, die am Markt bereits als „SaaSpocalypse“ bezeichnet wird. Investoren zweifeln zunehmend an der Preismacht etablierter Software-Anbieter, während rasante KI-Entwicklungen wie das „Mythos“-Modell von Anthropic den Markt aufmischen. Zwar hat ServiceNow mit dem Produkt „Autonomous Workforce“ und einer OpenAI-Partnerschaft eigene KI-Lösungen integriert, die Börse bezweifelt jedoch kurzfristige positive Effekte auf den Umsatz. Laut Goldman Sachs preisen die aktuellen Bewertungen im Software-Sektor nur noch Wachstumsraten von 5 bis 10 Prozent ein – deutlich weniger als die bisher erwarteten 15 bis 20 Prozent.
Trotz des rapiden Kursverfalls nutzten einige institutionelle Investoren wie Eagle Strategies im Vorfeld das niedrigere Niveau zum massiven Aufstocken ihrer Positionen. Die nächste harte Bewährungsprobe für das Unternehmen folgt bereits am 22. April 2026 mit der Vorlage der Quartalszahlen. Dann muss das Management belegen, ob die bisherige Jahresprognose von 18,5 bis 19 Prozent Wachstum bei den Abonnementeinnahmen im aktuellen Marktumfeld noch haltbar ist.
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