ServiceNow Aktie: Die Hemmnisse drohen!
ServiceNow veröffentlicht Quartalszahlen unter hohem Druck. Die Aktie verlor stark, während das Unternehmen trotz hoher KI-Kosten weiteres Umsatzwachstum und Großaufträge meldet.

Kurz zusammengefasst
- Aktie verlor seit Jahresbeginn fast 37 Prozent
- Erwartetes Umsatzwachstum von über 21 Prozent
- Hohe KI-Kosten drücken auf die Gewinnmarge
- Analysten senken Kursziele, raten aber zum Kauf
Starke Zahlen, schwache Kurse. Bei ServiceNow klaffen operative Realität und Marktstimmung weit auseinander. Die Aktie hat seit Jahresbeginn fast 37 Prozent an Wert verloren. Anleger fürchten, dass neue KI-Agenten klassische Software-Abonnements überflüssig machen. Der heutige Quartalsbericht nach US-Börsenschluss liefert den ersten echten Härtetest für diese These.
Angst vor der KI-Disruption
Der Ausverkauf im Software-Sektor verlief rasant. Als Anthropic im Februar neue KI-Plug-ins vorstellte, brach der entsprechende S&P-500-Index massiv ein. ServiceNow stürzte von über 153 US-Dollar zum Jahreswechsel auf ein Tief bei rund 81 US-Dollar ab. Inzwischen hat sich der Kurs leicht erholt.
Analysten erwarten für das erste Quartal einen Umsatz von 3,75 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Wachstum von gut 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Beim bereinigten Gewinn je Aktie rechnet der Markt mit 0,97 US-Dollar.
Margendruck und Großaufträge
Das Management muss beweisen, dass Kunden für KI-Funktionen extra bezahlen. Die Entwicklung der Großabschlüsse über einer Million US-Dollar zeigt bisher steil nach oben:
- Q1 2025: 72 Abschlüsse
- Q2 2025: 89 Abschlüsse
- Q3 2025: 103 Abschlüsse
- Q4 2025: 244 Abschlüsse
Dieser Erfolg hat seinen Preis. Die Bruttomarge im Abonnement-Geschäft sank zuletzt auf 82,5 Prozent. Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Unternehmen 82 Prozent an. ServiceNow begründet diesen Rückgang mit hohen Kosten für die KI-Infrastruktur.
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Analysten senken Kursziele
Die Wall Street bleibt grundsätzlich optimistisch, passt aber die Bewertungen an. Die Deutsche Bank senkte ihr Kursziel Mitte April von 180 auf 135 US-Dollar. TD Cowen reduzierte den Zielwert auf 140 US-Dollar. Beide Banken raten weiterhin zum Kauf der Aktie.
Das Management signalisiert derweil Zuversicht. Im Januar 2026 genehmigte der Vorstand ein Aktienrückkaufprogramm über fünf Milliarden US-Dollar. Parallel dazu hob ServiceNow die Umsatzprognose für das laufende Jahr an.
Die heutigen Zahlen nach US-Börsenschluss liefern klare Fakten zur KI-Nachfrage. Bestätigt ServiceNow das Wachstum bei den Großabschlüssen, entkräftet das die aktuellen Sorgen um das Geschäftsmodell. Enttäuscht die Marge weiter, droht der Aktie ein erneuter Test des jüngsten 52-Wochen-Tiefs.
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