ServiceNow Aktie: Flaues Umfeld?
ServiceNow verzeichnet starkes Umsatzwachstum und hohe Kundenbindung, während der Aktienkurs stark fällt. Analysten sehen Chancen trotz Margendruck durch KI-Kosten und rückläufiger US-Behördenaufträge.

Kurz zusammengefasst
- Aktienkurs verliert über die Hälfte des Wertes
- Umsatz steigt um 21 Prozent auf über 13 Milliarden Dollar
- KI-Lösung Now Assist als neues Umsatzzugpferd
- Hohe Computerkosten belasten die Profitabilität
Der Softwarekonzern ServiceNow erlebt an der Börse derzeit eine harte Phase. Während der Aktienkurs seit Anfang 2025 über die Hälfte seines Wertes eingebüßt hat, zeichnen die internen Geschäftszahlen ein völlig anderes Bild. Diese Diskrepanz zwischen operativer Stärke und wachsender Skepsis an der Wall Street rückt nun konkrete Belastungsfaktoren in den Fokus.
Sorgen um US-Behörden und Margen
Auslöser für die jüngste Zurückhaltung der Investoren sind unter anderem straffere Budgets bei US-Behörden. Dieser Sektor war lange eine verlässliche Stütze für das Unternehmen, zeigt nun aber erste Risse und verzögert Vertragsabschlüsse. Die Investmentbank Stifel reagierte darauf und senkte ihr Kursziel deutlich von 180 auf 135 US-Dollar. Gleichzeitig fielen die Bruttomargen im Abonnement-Geschäft im Jahresvergleich von 85 auf 83 Prozent.
KI-Erfolg mit teurem Beigeschmack
Abseits der Börsenturbulenzen wächst das operative Geschäft rasant. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 kletterte der Umsatz um 21 Prozent auf über 13 Milliarden US-Dollar. Auch die Kundenbindung bleibt mit einer Erneuerungsrate von 98 Prozent extrem hoch.
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Besonders die hauseigene KI-Lösung „Now Assist“ entwickelt sich zum Zugpferd und peilt für 2026 die Umsatzmarke von einer Milliarde Dollar an. Dieser Erfolg hat allerdings seinen Preis. Jede KI-Anfrage verschlingt immense Rechenleistung, was die Margen durch hohe Computerkosten spürbar belastet. Der Übergang zu mehr KI-Nutzung drückt somit vorerst auf die Profitabilität.
Analysten sehen Chancen
Einige Marktbeobachter werten den deutlichen Preisverfall der Aktie mittlerweile als übertrieben. Das Analysehaus Benchmark startete die Bewertung Anfang April mit einer Kaufempfehlung und einem Ziel von 125 Dollar. Analyst Yi Fu Lee sieht das Unternehmen als klaren Profiteur eines kommenden KI-Superzyklus. Die breite Wall Street bleibt mit 42 Kaufempfehlungen ohnehin mehrheitlich optimistisch.
Am 22. April 2026 wird ServiceNow die Ergebnisse für das erste Quartal vorlegen. Dieser Termin liefert die nächste konkrete Gelegenheit, um die Fortschritte bei der KI-Monetarisierung und die Entwicklung der US-Behörden-Aufträge anhand harter Zahlen zu überprüfen.
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