ServiceNow Aktie: Guggenheim und Benchmark auf 125 bis 130 Dollar
Nach monatelanger Schwäche zeichnet sich eine Sektor-Rotation hin zu Software-Werten ab. Analysten heben die Kursziele für ServiceNow an.
Kurz zusammengefasst
- Kapitalabfluss aus Software gestoppt
- Analysten stufen Aktie hoch
- Kursziel bei bis zu 130 Dollar
- KI-Partnerschaften unter Beobachtung
Monatelang floss das große Geld in Chip-Hersteller. Software-Werte blieben auf der Strecke. Jetzt zeichnet sich an der Wall Street eine scharfe Trendwende ab. Die ServiceNow-Aktie rückt dabei als potenzieller Gewinner in den Fokus.
Das Ende des Chip-Hypes?
Technische Analysten beobachten eine deutliche Verschiebung. Das Verhältnis zwischen dem Software-ETF IGV und dem Halbleiter-ETF SMH hat im Juni bei 0,13 seinen Tiefpunkt markiert. Seitdem steigt die Kurve wieder an und durchbricht wichtige Widerstandslinien. Die Kapitalflucht aus Software-Titeln scheint vorerst gestoppt.
Zuvor litten große Software-Anbieter massiv unter der KI-Angst. Investoren befürchteten sinkende Umsätze durch neue Werkzeuge von OpenAI oder Anthropic. Einige Marktbeobachter sprachen bereits von einer „SaaSpocalypse“. Das Blatt wendet sich nun offenbar.
Analysten heben Kursziele an
Passend zur Sektor-Rotation äußern sich Analysten wieder deutlich positiver. Das Analysehaus Guggenheim stufte ServiceNow Anfang Juli auf „Kaufen“ hoch. Das neue Kursziel liegt bei 125 US-Dollar. Benchmark schließt sich dem Optimismus an. Nach einem Gespräch mit dem Management riefen die Experten einen Zielwert von 130 US-Dollar aus.
Der Aktienkurs spiegelt diese Umbruchphase wider. Am Dienstag kletterte das Papier zunächst auf 110,73 US-Dollar. Einen Tag später gaben die Notierungen wieder spürbar auf 106,85 US-Dollar nach.
Optionshändler positionieren sich angesichts dieser Sprünge unentschlossen. Der RSI-Indikator verharrt auf einem neutralen Niveau. Die Aktie bleibt extrem volatil. Bei einer Marktkapitalisierung von knapp 96 Milliarden Euro weist der Titel eine annualisierte Schwankungsbreite von fast 82 Prozent auf.
Bewährungsprobe für die KI-Strategie
Die anlaufende Branchen-Rotation verschafft ServiceNow kurzfristig Rückenwind. Ein nachhaltiger Aufwärtstrend erfordert jedoch mehr als nur technische Kaufsignale. Das Management muss in den kommenden Wochen beweisen, wie sich die neuen KI-Partnerschaften in harten Umsätzen niederschlagen. Gelingt diese Monetarisierung nicht, droht ein rascher Rückfall in alte Abwärtstrends.
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