Während Softwarewerte insgesamt unter Druck stehen, setzt ausgerechnet ServiceNow ein kleines Gegenzeichen: Renaissance Technologies hat seine Position deutlich ausgebaut. Dazu kommen frische Rückendeckung von Goldman Sachs und neue Argumente gegen die KI-Sorgen, die gerade auf dem Sektor lasten.
Wichtige Punkte auf einen Blick:
– Renaissance Technologies erhöhte den Anteil laut 13F-Meldung um mehr als 400% zum Vorquartal
– Die Aktie liegt laut Marktdaten rund 46% unter Vorjahr und knapp 28% seit Jahresbeginn
– Goldman Sachs nahm ServiceNow Anfang Februar auf die US Conviction List
– Wechsel im Finanzressort: neue Chief Accounting Officer ab morgen (17. Februar)
Renaissance baut deutlich aus
Aus einer diese Woche veröffentlichten 13F-Meldung geht hervor, dass Renaissance Technologies seine ServiceNow-Beteiligung im Quartalsvergleich um mehr als 400% aufgestockt hat. Der Schritt erfolgte im Rahmen einer breiteren Portfolioanpassung, bei der der Fonds auch Positionen in Netflix und Lam Research erhöhte.
Das Signal dahinter ist klar: Trotz des Abverkaufs im Softwaresektor sehen große Adressen weiterhin Chancen bei etablierten Unternehmensplattformen. Gleichzeitig zeigt der Kursverlauf, wie angespannt die Lage bleibt: ServiceNow hat in den vergangenen zwölf Monaten etwa 46% verloren, seit Jahresbeginn sind es knapp 28%.
KI-Sorgen – oder falsches Ziel?
Jim Cramer bezeichnete ServiceNow und Salesforce in einer aktuellen Einschätzung als „großartige Unternehmen“ und widersprach der These, dass KI-Anbieter wie Anthropic ihre Geschäftsmodelle direkt bedrohen. Seine Begründung: Anthropic trete nicht als unmittelbarer Wettbewerber im Bereich der Enterprise-Workflows auf, in dem ServiceNow positioniert ist.
Doch was steckt hinter dem Schlagwort „SaaS Apocalypse“? Gemeint ist die Sorge, dass KI-Tools klassische, nutzerbasierte Preismodelle („Seat-based“) unter Druck bringen könnten – weniger aus akuter operativer Schwäche, sondern weil Investoren die langfristige Monetarisierung neu bewerten.
Goldman setzt auf Wachstum – Sektor bleibt schwach
Goldman Sachs nahm ServiceNow Anfang Februar Berichten zufolge in die US Conviction List auf und verwies auf anhaltendes Wachstumspotenzial in bislang wenig erschlossenen Märkten. Truist blieb derweil bei „Buy“, betonte aber, dass bei vielen Softwarewerten mit seat-basierten Modellen vor allem die Stimmung belastet sei – nicht zwingend die Substanz.
Der Gegenwind für die Branche bleibt trotzdem deutlich: Der Tech-Software-Sector-ETF liegt dieses Jahr rund 20% im Minus. Wedbush hält die negative Lesart jedoch für überzogen und setzte ServiceNow auf die „AI 30 List“. Die Bank ordnete die aktuelle Phase als drittes Jahr eines längeren, KI-getriebenen Umbaus ein.
Neuer Posten im Rechnungswesen
Zusätzlich meldete ServiceNow diese Woche eine Personalie: Danielle Fontaine wird Chief Accounting Officer und Corporate Controller. Der Start ist für morgen (17. Februar) angesetzt. Damit stärkt das Unternehmen seine Finanzfunktion in einem Umfeld, in dem Bewertungen und Geschäftsmodelle im Softwaresektor besonders genau seziert werden.
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