ServiceNow lieferte am 28. Januar 2026 besser als erwartete Zahlen für das vierte Quartal 2025 ab und verstärkt zeitgleich seine KI-Strategie durch neue Partnerschaften mit Anthropic und OpenAI. Während die gesamte Software-Branche unter Druck steht, positioniert sich das Unternehmen als zentrale Steuerungsplattform für künstliche Intelligenz im Unternehmensumfeld.
Wichtigste Eckdaten Q4 2025:
- Gewinn je Aktie: 0,92 US-Dollar (bereinigt) vs. 0,88 US-Dollar erwartet
- Umsatz: 3,57 Mrd. US-Dollar vs. 3,53 Mrd. US-Dollar erwartet
- Umsatzwachstum: +20,5% gegenüber Vorjahr
- Nettogewinn: 401 Mio. US-Dollar (Vorjahr: 384 Mio. US-Dollar)
Starkes Zahlenwerk überzeugt
Die Abonnement-Erlöse, das Kerngeschäft von ServiceNow, stiegen im vierten Quartal um 21 Prozent auf etwa 3,47 Milliarden US-Dollar. Analysten hatten mit 3,42 Milliarden gerechnet. Im Gesamtjahr 2025 erreichten die Abo-Umsätze 12,88 Milliarden US-Dollar.
Besonders aussagekräftig: Die noch ausstehenden vertraglichen Verpflichtungen (cRPO) – ein Indikator für zukünftige Umsätze – kletterten um 25 Prozent auf 12,85 Milliarden US-Dollar.
Das Management zeigt sich zuversichtlich. Für das erste Quartal 2026 prognostiziert ServiceNow Abo-Erlöse zwischen 3,65 und 3,66 Milliarden US-Dollar. Im Gesamtjahr 2026 sollen es 15,53 bis 15,57 Milliarden werden. Der Verwaltungsrat genehmigte zudem ein Aktienrückkaufprogramm über zusätzliche 5 Milliarden US-Dollar.
Anthropic und OpenAI an Bord
Am 28. Januar weitete ServiceNow die Zusammenarbeit mit Anthropic aus. Die KI-Modelle Claude sollen künftig in zentrale Produkte und Workflows integriert werden. Intern nutzt das Unternehmen bereits Claude-basierte Werkzeuge für mehr als 29.000 Mitarbeiter.
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Anfang Januar ging ServiceNow eine dreijährige Partnerschaft mit OpenAI ein. Erste Kundenprojekte mit Fiserv und Panasonic Avionics zeigen, wie sich die KI-Integration in Finanzdienstleistungen und Luftfahrt-Operationen praktisch umsetzen lässt.
Aggressive Übernahmestrategie
ServiceNow treibt den Ausbau seiner KI- und Cybersecurity-Fähigkeiten durch Zukäufe voran:
- Armis: Cybersecurity-Deal über 7,75 Milliarden US-Dollar (Dezember 2025)
- Moveworks: KI-Unternehmen für knapp 3 Milliarden US-Dollar übernommen
- Veza: Plattform für Identitätssicherheit akquiriert
CFO Gina Mastantuono stellte klar, dass die Übernahmen das organische Wachstum beschleunigen, nicht ersetzen sollen. Die Moveworks-Integration dürfte laut Unternehmensangaben 100 Basispunkte zum Abo-Umsatzwachstum im Gesamtjahr und ersten Quartal beitragen.
Sektor unter Verkaufsdruck
Trotz der soliden Quartalszahlen hat die ServiceNow-Aktie seit Jahresbeginn 2026 rund 24 Prozent verloren. Der gesamte Software-Sektor gehört derzeit zu den am stärksten unter Druck stehenden Bereichen im S&P 500. Investoren hinterfragen, wie künstliche Intelligenz die Margen und Geschäftsmodelle traditioneller Software-Anbieter verändern wird.
Am 20. Januar baute ServiceNow sein Partnernetzwerk aus. Über 1.000 Partner sollen nun KI-gestützte Lösungen auf der ServiceNow AI Platform entwickeln und zertifizieren können. Das globale Partner-Ökosystem umfasst mittlerweile mehr als 2.700 Unternehmen.
Die nächsten Quartalszahlen werden für den 22. April 2026 erwartet.
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