ServiceNow liefert neue KI-Produkte – und bekommt zusätzlich Rückenwind von Nvidia-Chef Jensen Huang. Das hat am Donnerstag für spürbar bessere Stimmung in der zuletzt stark gebeutelten Software-Ecke gesorgt. Doch was steckt hinter der Erholung – und wie viel davon ist Produktfantasie, wie viel Marktpsychologie?
Neue KI-Produkte im Fokus
ServiceNow hat am Donnerstag zwei KI-gestützte Produkte offiziell vorgestellt: Autonomous Workforce und EmployeeWorks. Autonomous Workforce soll nicht nur einzelne KI-Agenten für Aufgaben bereitstellen, sondern Teams spezialisierter KI-Rollen koordinieren – etwa als „Level 1 Service Desk AI Specialist“, „Employee Service Agent“ oder „Security Operations Analyst“. Diese KI-Spezialisten sollen Arbeitsschritte Ende-zu-Ende gemeinsam mit Menschen abarbeiten.
Laut Unternehmensmitteilung bearbeitet ServiceNow den eigenen internen IT-Support bereits zu über 90% automatisiert. Der „L1 Service Desk AI Specialist“ löse zugewiesene IT-Fälle dabei 99% schneller als menschliche Agenten.
EmployeeWorks verbindet die Conversational-AI- und Enterprise-Search-Funktionen der kürzlich übernommenen Moveworks-Technologie mit der Workflow-Plattform von ServiceNow. Das Produkt kommt dem Bericht zufolge nur zwei Monate nach Abschluss der Moveworks-Übernahme auf den Markt und ist sofort allgemein verfügbar. Der „L1 Service Desk AI Specialist“ befindet sich hingegen in einer kontrollierten Verfügbarkeit; die breite Freigabe erwartet das Unternehmen im zweiten Quartal 2026.
Nvidia setzt ein Gegensignal
Zusätzlichen Schub lieferte ein öffentliches Statement von Jensen Huang. Er wies Befürchtungen zurück, KI könnte Enterprise-Software-Anbietern Geschäft wegnehmen. In einem CNBC-Auftritt (laut einem StockStory-Bericht) sagte Huang, der Markt liege hier „falsch“ und verteidigte ausdrücklich Plattformen wie ServiceNow. Sein Argument: Solche Anbieter seien besonders gut positioniert, um fein abgestimmte KI-Agenten mit ihren bereits vorhandenen Spezial-Tools in Unternehmen auszurollen.
Laut demselben Bericht erholten sich daraufhin auch andere Softwarewerte. Genannt wurden unter anderem Zscaler und CrowdStrike.
Kursplus – nach schwachem Jahresstart
Die Aktie schloss am Donnerstag bei rund 108 US-Dollar, etwa +4,2% gegenüber dem Vortag (je nach Quelle „knapp 5%“). Gleichzeitig zeigt der Blick aufs Jahr, warum die Erholung sofort Aufmerksamkeit bekam: Bis zum 26. Februar lag das Papier laut StockStory 26,8% im Minus seit Jahresbeginn. Zudem notierte es 48,3% unter dem 52‑Wochen‑Hoch von 208,94 US-Dollar aus Juli 2025.
Insider-Kauf und „viraler“ Risiko-Report
Für zusätzliche positive Akzente sorgte die Ankündigung eines geplanten Aktienkaufs von CEO Bill McDermott: Für heute war ein Open-Market-Kauf über 3 Mio. US-Dollar vorgesehen. Grundlage ist eine SEC-Meldung, in der der 27. Februar als frühestmöglicher Termin genannt wird, um Regelkonflikte rund um kurzfristige Insidergewinne (Section 16) zu vermeiden.
Parallel blieb die Woche laut Quelle von Gegenwind geprägt: Ein viel diskutierter Research-Report von Citrini Research habe Software- und Zahlungsaktien zuvor belastet. Das Papier skizzierte ein hypothetisches Szenario aus Sicht von Juni 2028 und leitete daraus unter anderem eine angenommene Abschwächung beim Net New ACV Growth von ServiceNow ab. In diesem Umfeld fiel der iShares Expanded Tech-Software Sector ETF laut Bericht zeitweise um 5%.
Der nächste konkret datierte Termin im Kalender: Die nächsten Quartalszahlen werden laut Schätzung (Yahoo Finance) am 22. April 2026 erwartet.
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