ServiceNow Aktie: Tal Liani sieht 28 Prozent Aufwärtspotenzial
Trotz deutlichem Kursverlust seit Jahresbeginn sehen Analysten bei ServiceNow hohes Potenzial durch KI-gesteuerte Workflow-Koordination.

Kurz zusammengefasst
- Bank of America stuft Aktie als Top-Pick ein
- Starkes Q1 mit 22 Prozent Umsatzplus
- Management hebt Jahresprognose für Abonnementerlöse an
- Institutionelle Anleger bauen Positionen massiv aus
Ein Kursrückgang von fast 38 Prozent seit Jahresbeginn — und trotzdem stuft die Bank of America die Aktie als Top-Pick für 2026 ein. Bei ServiceNow klaffen Kursentwicklung und Analystenstimmung derzeit weit auseinander.
Analyst Tal Liani vergab jüngst ein „Buy“-Rating mit einem Kursziel von 130 Dollar, was vom aktuellen Niveau rund 28 Prozent Aufwärtspotenzial bedeutet. Seine These: ServiceNow entwickelt sich zur zentralen Orchestrierungsschicht für KI-gesteuerte Unternehmensworkflows. Während autonome Agenten klassische Softwareanbieter unter Druck setzen könnten, profitiere ServiceNow gerade von der steigenden Nachfrage nach Workflow-Kontrolle und -Koordination. Salesforce beurteilte Liani in derselben Analyse mit „Underperform“ — wegen schwächerer KI-Monetarisierung und struktureller Probleme beim Neukundenwachstum.
Starke Zahlen, schwacher Kurs
Am 18. Mai verzeichnete die Aktie mit einem Tagesplus von 8,8 Prozent die stärkste Einzeltagsperformance seit über einem Jahr und kletterte zurück über die 100-Dollar-Marke. Aktuell notiert das Papier bei rund 102 Dollar, die Marktkapitalisierung liegt bei etwa 105 Milliarden Dollar. Vom 52-Wochen-Hoch ist die Aktie allerdings noch mehr als 50 Prozent entfernt.
Das Comeback stützte sich auf zwei Faktoren: das Bank-of-America-Upgrade und Berichte über substanzielle Privatinvestitionen. Institutionelle Anleger halten bereits 87 Prozent der ausstehenden Aktien — und bauten ihre Positionen zuletzt deutlich aus. Cullen Frost Bankers erhöhte seinen Anteil um knapp 390 Prozent auf über 300.000 Aktien, Saranac Partners sogar um 438 Prozent. Auch Vanguard und Pictet meldeten signifikante Aufstockungen.
Solides Q1, angehobene Guidance
Diese institutionellen Käufe erfolgten vor dem Q1-Bericht — der die Erwartungen bestätigte. Der Umsatz stieg um 22 Prozent auf 3,77 Milliarden Dollar, die Subscription-Erlöse wuchsen im gleichen Tempo auf 3,67 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie traf mit 0,97 Dollar die Konsensschätzung.
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Für das Gesamtjahr 2026 hob das Management die Subscription-Revenue-Guidance auf 15,74 bis 15,78 Milliarden Dollar an — gegenüber der früheren Spanne von 15,53 bis 15,57 Milliarden Dollar. Das ist kein dramatischer Sprung, aber ein klares Signal, dass der Vorstand an seiner Wachstumsprognose festhält.
Geopolitik als Randrisiko
Ein kleiner Dämpfer bleibt: Geopolitische Spannungen im Nahen Osten verzögern den Abschluss einzelner Deals in der Region und belasten das Subscription-Wachstum um rund 75 Basispunkte. Gemessen am Gesamtumsatz von 9,5 Milliarden Dollar im Jahr 2024 ist das ein überschaubarer Effekt.
Der breite Analystenkonses bleibt „Moderate Buy“, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 141,89 Dollar. Das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 61 zeigt: Der Markt preist erhebliches Wachstum ein. Ob die KI-Orchestrierungsthese diesen Bewertungsaufschlag rechtfertigt, werden die nächsten Quartale zeigen — spätestens wenn die angehobene Jahresguidance unter Beweis gestellt werden muss.
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