Der Softwarekonzern ServiceNow hat an der Börse ein schwieriges Jahr hinter sich. Um das Wachstum wieder anzukurbeln, öffnet das Unternehmen nun ein massives neues Vertriebsnetzwerk in Nordamerika. Eine erweiterte Partnerschaft soll den Weg in stark regulierte Branchen ebnen und den Verkauf von KI-Lösungen abseits des direkten Vertriebs beschleunigen.
Vom öffentlichen Sektor in die Privatwirtschaft
Am Montag baute ServiceNow die bestehende Zusammenarbeit mit der Carahsoft Technology Corp. deutlich aus. Bisher konzentrierten sich die beiden Unternehmen auf Behörden und den öffentlichen Sektor. Jetzt erhalten über 10.000 Vertriebspartner in den USA und Kanada Zugriff auf die KI-Plattform des Softwareanbieters. Damit öffnet sich der Zugang zu gewerblichen Branchen wie dem Gesundheitswesen, Finanzdienstleistungen und kritischer Infrastruktur.
Viele dieser regulierten Unternehmen kaufen Software ungern direkt beim Hersteller. Sie bevorzugen etablierte Zwischenhändler, die hohe Sicherheits- und Compliance-Standards garantieren. Genau diese Nische bedient Carahsoft mit einem jährlichen Auftragsvolumen von 23 Milliarden US-Dollar.
Der Vorstoß in neue Märkte flankiert die KI-Strategie des Unternehmens. Der jährliche Vertragswert für Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz kletterte zuletzt von 250 Millionen auf 600 Millionen US-Dollar. Durch die kürzlich abgeschlossene Übernahme von Moveworks integrierte ServiceNow zudem neue Such- und Dialogfunktionen. Das erweiterte Vertriebsnetzwerk bietet nun die Möglichkeit, diese Werkzeuge in Sektoren zu platzieren, die der konzerneigene Direktvertrieb bisher kaum durchdrungen hat.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei ServiceNow?
Analysten sehen Diskrepanz
An der Börse stand das Papier zuletzt unter Druck und verlor seit Jahresbeginn rund 23 Prozent an Wert. Diese Entwicklung rief die Analysten von BNP Paribas auf den Plan, die den Titel am Montag von „Neutral“ auf „Outperform“ hochstuften. Die Experten begründen den Schritt mit einer klaren Diskrepanz zwischen dem gesunkenen Aktienkurs und den intakten Fundamentaldaten.
Das Unternehmen arbeitet weiterhin hochprofitabel. Die Bruttomarge liegt bei über 77 Prozent, während die operative Marge knapp 14 Prozent erreicht. Ein extrem niedriger Verschuldungsgrad unterstreicht die solide Bilanz. BNP Paribas prognostiziert für das Geschäftsjahr 2026 nun ein organisches Umsatzwachstum bei den Abonnements von etwa 20 Prozent. Damit übertreffen die Analysten die eigene Prognose des Managements, die bei rund 18 Prozent lag.
Die strategische Erweiterung des Vertriebsnetzes positioniert die KI-Plattform gezielt in Branchen, in denen Sicherheit und Beschaffungsflexibilität kaufentscheidend sind. Am 29. April 2026 präsentiert ServiceNow die nächsten Quartalszahlen. Dieser Termin liefert Investoren die ersten konkreten Daten darüber, ob die breitere kommerzielle Strategie bereits in ein beschleunigtes Pipeline-Wachstum mündet.
ServiceNow-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue ServiceNow-Analyse vom 18. März liefert die Antwort:
Die neusten ServiceNow-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für ServiceNow-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
ServiceNow: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
