Shell: 3 Milliarden Rückkauf über Goldman Sachs

Redaktion Stock-World ·
Royal Dutch Shell Aktie (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Shell beschert seinen Aktionären gleich doppelt Grund zur Freude. Der Ölkonzern erhöht die Dividende und startet ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm. Parallel dazu treibt das Management die strategische Neuausrichtung mit einer Übernahme voran. Ein schwebender Klimaprozess wirft allerdings seinen Schatten auf den Kurs.

Umsatz minimal gestiegen – Ausschüttung deutlich erhöht

Im ersten Quartal 2026 setzte Shell 69,69 Milliarden Dollar um – ein leichter Zuwachs gegenüber 69,23 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Der operative Gewinn blieb im Rahmen der Erwartungen, die genauen Zahlen der Gewinn- und Verlustrechnung nannte das Unternehmen nicht im Detail.

Für die Aktionäre gibt es dennoch eine spürbare Verbesserung. Die Dividende steigt um fünf Prozent auf 39,06 Cent je Aktie. Der jüngste Ex-Tag lag am 22. Mai, die Auszahlung erfolgt im Juni. Auf Jahressicht ergibt sich eine Dividendenrendite von 3,45 Prozent.

Drei-Milliarden-Rückkauf durch Goldman Sachs

Hinzu kommt ein neues Aktienrückkaufprogramm über drei Milliarden Dollar, das über drei Monate läuft und von Goldman Sachs umgesetzt wird. Bereits am 22. Mai kaufte Shell knapp zwei Millionen eigene Aktien zurück – zu Kursen zwischen 31,92 und 32,40 Pfund. Die Käufe verteilten sich auf die Börsen London, Chi-X und BATS.

Übernahme von ARC Resources

Parallel zu den Ausschüttungen treibt Shell die Portfolio-Optimierung voran. Das Unternehmen gab die Übernahme von ARC Resources bekannt. Details zum Kaufpreis oder zur Finanzierung des Deals nannte der Konzern zunächst nicht.

Klimaklage vor dem Obersten Gerichtshof

Weniger erfreulich: Am 25. Mai stand Shell vor dem niederländischen Obersten Gerichtshof. Die Umweltorganisation Milieudefensie fordert eine rechtsverbindliche Reduktion der CO₂-Emissionen um 45 Prozent. Shell argumentiert, eine solche Auflage sei kontraproduktiv – Emissionsgrenzen seien Sache der Regierungen, nicht der Justiz.

Ein erstinstanzliches Gericht hatte Shell 2021 noch zu der Reduzierung verurteilt. 2024 kippte ein Berufungsgericht das Urteil. Nun liegt der Fall beim höchsten Gericht der Niederlande. Eine Entscheidung wird für die erste Jahreshälfte 2027 erwartet.

Solange bleibt der Rechtsstreit ein Unsicherheitsfaktor. Die deutlich gestiegenen Ausschüttungen und die neue Übernahme senden indes ein klares Signal: Shell setzt weiter auf Wachstum und Aktionärsorientierung – trotz der juristischen Wolke über dem Konzern.

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Royal Dutch Shell Aktie

48,20 USD

+ 1,07 USD +2,27 %
KGV 10,69
KUV 0,92
Sektor Energie
Div.-Rendite 3,23 %
Marktkapitalisierung 271,70 Mrd. USD
ISIN: GB00B03MLX29 WKN: A0D94M

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