Shell Aktie: Gegenwind nimmt zu

Sinkende Rohölnotierungen und eine düstere Überangebots-Prognose der IEA belasten die Shell-Aktie. Das laufende Rückkaufprogramm und eine günstige Bewertung sollen gegenhalten.

Kurz zusammengefasst:
  • IEA prognostiziert deutliches Öl-Überangebot für 2026
  • Geopolitische Entspannung drückt Risikoprämie
  • Aktienrückkäufe und Dividende als Stütze
  • Analysten heben fundamentale Bewertung an

Die Shell-Aktie kämpft zum Wochenausklang mit einem schwierigen Marktumfeld. Während sinkende Rohölpreise den gesamten Sektor belasten, sorgt eine düstere Prognose der Internationalen Energieagentur (IEA) für zusätzliche Verunsicherung. Können das laufende Aktienrückkaufprogramm und eine günstige Bewertung den Kurs gegen diesen makroökonomischen Druck stabilisieren?

Überangebot drückt Stimmung

Der Verkaufsdruck ist spürbar: Am Donnerstag schloss das Papier an der NYSE mit einem Minus von 2,51 Prozent bei 78,22 US-Dollar. Haupttreiber für diese Korrektur ist die anhaltende Schwäche am Rohstoffmarkt. Am Freitagmorgen gab die Notierung für Brent-Rohöl um weitere 0,8 Prozent auf rund 67,55 US-Dollar nach, während WTI auf 62,85 US-Dollar fiel.

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Besonders schwer wiegt die aktuelle Einschätzung der IEA. Die Agentur prognostiziert für das Jahr 2026 ein globales Überangebot von mehr als 3,7 Millionen Barrel pro Tag. Getrieben wird dieser Überschuss durch eine robuste Produktionsausweitung außerhalb der OPEC+-Staaten. Diese Aussicht auf eine Ölschwemme dämpft die Kaufbereitschaft der Investoren für die großen Energiekonzerne erheblich.

Geopolitische Entspannung

Verschärft wird die Situation durch den Wegfall der geopolitischen Risikoprämie, die den Ölpreis zuletzt gestützt hatte. Marktberichte deuten darauf hin, dass die Risiken im Zusammenhang mit dem Iran abnehmen. Signale aus den USA lassen auf mögliche diplomatische Verhandlungen innerhalb des nächsten Monats schließen. Diese potenzielle Deeskalation nimmt dem Markt die Angst vor kurzfristigen Angebotsausfällen und lenkt den Fokus der Marktteilnehmer voll auf das von der IEA prognostizierte Angebotsüberhang-Szenario.

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Bewertung und Rückkäufe als Stütze

Trotz der makroökonomischen Bremsspuren hält der Konzern an seiner kapitalfreundlichen Strategie fest. Regulatorische Dokumente bestätigen fortlaufende Aktienrückkäufe bis zum 12. Februar. Diese Reduzierung der Aktienanzahl dient als zentrales Instrument, um den Shareholder Value auch in volatilen Marktphasen zu stützen.

Auch fundamental gibt es positive Signale: Das Analysehaus Alphavalue hob am Donnerstag seine DCF-Bewertung (Discounted Cash Flow) für den Energieriesen um 7,3 Prozent an. Dies deutet darauf hin, dass die zugrunde liegende Cashflow-Generierung des Unternehmens von einigen Experten höher eingeschätzt wird, als es der aktuelle Kurs vermuten lässt.

Für Anleger bleibt die Diskrepanz zwischen operativer Stärke und externem Preisdruck das bestimmende Thema. Mit einer Dividendenrendite von rund 3,7 Prozent und dem disziplinierten Rückkaufprogramm positioniert sich Shell defensiv, um auch in einem Umfeld weicherer Ölpreise für das verbleibende Jahr 2026 Werthaltigkeit zu demonstrieren.

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