Shell Aktie: Griechenland-Deal!
Höhere Raffineriemargen und LNG-Preise stützten Shells bereinigten Quartalsgewinn, der die Analystenschätzung übertraf.

Kurz zusammengefasst
- Sechs Offshore-Lizenzen vor Neufundland ersteigert
- Explorationszusagen von mehr als C$210 Millionen
- Fünfjährige LNG-Liefervereinbarung mit METLEN unterzeichnet
- Dritte Silvertip-Phase im Oktober angelaufen
Shell hat Medienberichten vom gestrigen Donnerstag zufolge erfolgreiche Gebote für sechs Offshore-Explorationslizenzen vor Neufundland und Labrador abgegeben. Damit verpflichtet sich das Unternehmen zu Explorationsarbeiten im Umfang von mehr als C$210 Millionen.
Bei zwei weiteren Lizenzen arbeitet Shell mit Equinor zusammen. Für diese Lizenzen beläuft sich die gemeinsame Verpflichtung für Explorationsarbeiten auf C$30 Millionen. Die genannten Beträge beziehen sich auf zugesagte Arbeiten zur Erkundung der Gebiete.
Liefervereinbarung für europäische Gasmärkte
Neben der Exploration meldete Shell einen Abschluss im Flüssiggasgeschäft: Shell Global LNG Limited unterzeichnete am Montag eine verbindliche Liefervereinbarung mit METLEN. Nach Angaben von METLEN läuft der Vertrag über fünf Jahre und sieht jährlich sechs LNG-Ladungen vor.
Die Lieferungen sollen 2027 beginnen und ungefähr 0,6 Milliarden Kubikmeter pro Jahr umfassen. Das Flüssiggas soll hauptsächlich aus Shells US-LNG-Portfolio stammen und für Griechenland sowie andere europäische Märkte bestimmt sein.
Produktionsstart und Quartalsergebnis
Bereits am 28. Oktober meldete die Tochtergesellschaft Shell Offshore den Produktionsbeginn der dritten Silvertip-Phase im Golf von Amerika. Die dortigen zwei Bohrungen sollen in der Spitze zusammen bis zu 6.000 Barrel Öläquivalent pro Tag fördern. Dabei handelt es sich um die erwartete Spitzenleistung, nicht um eine bereits gemeldete laufende Fördermenge.
Für das dritte Quartal 2026 berichtete Shell am 29. Oktober einen bereinigten Gewinn von $10,8 Milliarden. Der operative Cashflow erreichte nach Unternehmensangaben $21,0 Milliarden.
Reuters führte das starke Quartalsergebnis auf höhere Raffineriemargen und gestiegene LNG-Preise zurück. Der bereinigte Gewinn übertraf die vom Unternehmen erhobene Analystenschätzung von $10,33 Milliarden. Damit lag das Ergebnis über den Erwartungen der befragten Analysten.
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