Shell Aktie: Südafrika-Exit!
Shell zieht sich nach über 120 Jahren aus Südafrika zurück und verkauft sein Tankstellennetz. Gleichzeitig drückt eine Entspannung im Nahen Osten den Ölpreis und belastet den Aktienkurs.

Kurz zusammengefasst
- Verkauf von 600 Tankstellen an Abu Dhabis ADNOC
- Aktienkurs verliert durch sinkende Ölpreise
- Aktionäre entscheiden über umstrittene Klimaresolution
- Aktienrückkäufe im Wert von 3,5 Milliarden Dollar
Shell räumt sein Portfolio auf. Der britische Energiekonzern steht kurz vor dem Verkauf seines südafrikanischen Tankstellennetzes an einen prominenten Käufer. Parallel dazu drückt die nachlassende geopolitische Spannung im Nahen Osten den Aktienkurs.
Milliarden-Deal in Südafrika
Nach über 120 Jahren zieht sich Shell aus dem südafrikanischen Tankstellengeschäft zurück. Der staatliche Ölkonzern Abu Dhabis, ADNOC, übernimmt voraussichtlich die rund 600 Stationen. Insidern zufolge beläuft sich der Deal auf etwa eine Milliarde US-Dollar.
ADNOC sichert sich damit einen Marktanteil von zehn Prozent. Zuvor waren Verhandlungen mit dem Rohstoffhändler Gunvor gescheitert. Der Verkauf passt zur aktuellen Strategie des Managements. Shell zieht Kapital aus margenschwächeren Bereichen ab.
Ölpreis drückt den Kurs
An der Börse reagierten Investoren zuletzt nervös. Die Shell-Aktie verlor am Freitag gut vier Prozent und schloss bei 37,24 Euro. Ein möglicher Waffenstillstand zwischen Israel und dem Libanon entspannt die Lage. Die Folge: sinkende Rohölpreise.
Auf Wochensicht steht ein Minus von knapp fünf Prozent auf der Anzeigetafel. Langfristig sieht das Bild freundlicher aus. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein Plus von fast 16 Prozent.
Rückkäufe und Quartalszahlen
Das laufende Aktienrückkaufprogramm biegt auf die Zielgerade ein. Bis Anfang Mai erwirbt Shell noch eigene Papiere im Wert von 3,5 Milliarden US-Dollar. Es ist das 17. Quartal in Folge mit Rückkäufen über der Drei-Milliarden-Marke.
Am 7. Mai öffnet der Konzern die Bücher für das erste Quartal. Die Prognosen liefern ein gemischtes Bild. Die Raffineriemargen steigen voraussichtlich auf 17 US-Dollar je Barrel. Die Gasproduktion sinkt hingegen leicht auf bis zu 920.000 Barrel Öläquivalent pro Tag.
Hauptversammlung mit Konfliktpotenzial
Auf der Hauptversammlung am 19. Mai steht eine umstrittene Klima-Resolution der Aktivisten von „Follow This“ zur Abstimmung. Der Vorstand empfiehlt die Ablehnung.
Die Resolution fordert klare Strategien für eine sinkende Öl- und Gasnachfrage. 23 institutionelle Investoren unterstützen den Antrag. Erstmals schlossen sich auch aktuelle und ehemalige Shell-Mitarbeiter der Forderung an. Am 19. Mai müssen die Aktionäre nun endgültig zwischen den Klimaforderungen und dem Kurs des Managements entscheiden.
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