Siemens Aktie: 120 Milliarden Euro Auftragsbestand
Siemens-Aktie erholt sich deutlich dank Rekordauftragsbestand, Aktienrückkäufen und geplanter Konzernumstrukturierung.

Kurz zusammengefasst
- Kursgewinn von 17 Prozent in einem Monat
- Rekordauftragsbestand von 120 Milliarden Euro
- Healthineers-Abspaltung und ONE-Tech-Sparte geplant
- EPS-Prognose für 2026 leicht angehoben
Knapp 17 Prozent Kursgewinn in einem Monat — Siemens hat eine bemerkenswerte Erholung hingelegt. Hinter der Rally stecken mehr als nur günstige Marktstimmung: Rekordauftragsbestand, ein laufendes Rückkaufprogramm und eine bevorstehende Konzernumstrukturierung geben dem Anstieg substanzielle Grundlage.
Kurs zurück über dem 200-Tage-Schnitt
Die Aktie notiert aktuell bei 246,55 Euro — rund 4 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt von 236,72 Euro. Damit hat das Papier den Einbruch vom Frühjahr weitgehend aufgeholt. Vom 52-Wochen-Tief Ende April bei 202,80 Euro trennt die Aktie inzwischen ein Abstand von gut 21 Prozent.
Das laufende Aktienrückkaufprogramm stützt den Kurs dabei strukturell. Zwischen dem 13. und 19. April erwarb Siemens knapp 800.000 eigene Anteilscheine über XETRA, zu Durchschnittskursen zwischen 227 und 243 Euro. Das Programm geht auf eine Ankündigung von November 2023 zurück und sieht insgesamt bis zu 6 Milliarden Euro über maximal fünf Jahre vor.
Healthineers-Abspaltung und Konzernreorganisation
Der größere strategische Treiber ist die geplante Trennung von Siemens Healthineers. Ende April konkretisierte Siemens die Pläne: Auf der Hauptversammlung im Februar 2027 soll über die Direktabspaltung der verbleibenden Anteile abgestimmt werden.
Parallel sollen die Sparten Digital Industries und Smart Infrastructure zu einer neuen „ONE Tech“-Einheit zusammengeführt werden. Das Analysehaus Bernstein sieht darin eine strategische Chance — auch wenn die operative Umsetzung einer solchen Reorganisation erfahrungsgemäß Zeit braucht.
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Starkes Q1, Prognose angehoben
Das operative Fundament ist solide. Im ersten Geschäftsquartal stieg der Industriegewinn auf 2,9 Milliarden Euro, ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Auftragsbestand kletterte auf ein Allzeithoch von 120 Milliarden Euro — ein Wert, der die Nachfragebasis des Konzerns deutlich unterstreicht.
Die Auftragseingänge legten auf vergleichbarer Basis um 10 Prozent zu, das Book-to-Bill-Verhältnis lag bei 1,12. Besonders stark zeigte sich die Smart-Infrastructure-Sparte mit einem Book-to-Bill von 1,30 — getrieben vom globalen Ausbau der Stromnetze und wachsender Rechenzentrumskapazitäten.
Auf dieser Basis hob Siemens die EPS-Prognose für das Geschäftsjahr 2026 leicht auf eine Spanne von 10,70 bis 11,10 Euro an. Die nächste Bewährungsprobe folgt am 13. Mai, wenn Siemens die Zahlen für das zweite Quartal vorlegt — mit besonderem Blick auf Smart Infrastructure.
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