Bank of America sieht massives Kurspotenzial von 24 Prozent – doch parallel drohen die USA mit gezielten Handelsbeschränkungen gegen den Münchner Konzern. Selten standen sich fundamentale Stärke und politisches Risiko so direkt gegenüber.
Die wichtigsten Fakten:
• Bank of America startet Coverage mit „Buy“ und Kursziel 295 Euro
• US-Regierung nennt Siemens explizit als mögliches Ziel neuer Restriktionen
• Siemens Mobility sichert sich Großauftrag über 61 Batteriezüge aus NRW
• Aktie notiert bei 237,60 Euro, rund 6 Prozent unter Allzeithoch
Analysten-Euphorie mit konkreten Zahlen
Die US-Investmentbank Bank of America Securities nimmt die Siemens-Aktie mit einem spektakulären Einstieg in ihre Coverage auf. Analyst Alexander Virgo vergibt direkt ein „Buy“-Rating und setzt das Kursziel bei 295 Euro an – deutlich über dem Marktkonsens von 248,45 Euro.
Die Bewertung stützt sich auf ein KGV von 19,35, das Virgo im Vergleich zur Peer-Group als attraktiv einstuft. Das implizierte Kurspotenzial liegt bei rund 24 Prozent zum aktuellen Niveau.
Operative Stärke: Von Batteriezügen bis KI
Unabhängig von den Börsenturbulenzen liefert der Konzern operativ. Siemens Mobility vermeldete gestern einen bedeutenden Auftrag aus Nordrhein-Westfalen: 61 Batteriezüge vom Typ Mireo Plus B für den Nahverkehr Westfalen-Lippe, die im Sauerland und Siegerland zum Einsatz kommen.
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Parallel dazu intensiviert Siemens seine Technologie-Offensive. Eine strategische Partnerschaft mit GlobalFoundries zielt auf eine KI-Allianz für die Halbleiterfertigung ab. Der Schritt passt zur Strategie, die Positionierung im Bereich Industrial Metaverse und Automatisierung zu stärken.
Das politische Risiko trägt einen Namen
Die Belastung kommt aus Washington. Berichten von Bloomberg und Economic Times zufolge hat die US-Regierung im Zuge eskalierender Handelsstreitigkeiten die EU mit Vergeltungsmaßnahmen bedroht. Dabei fiel der Name Siemens AG explizit als mögliches Ziel neuer Handelsbeschränkungen.
Die Nennung erfolgte vor dem Hintergrund schwacher US-Arbeitsmarktdaten und zunehmender geopolitischer Spannungen. Konkrete Details zu möglichen Zöllen oder Sanktionen liegen noch nicht vor, doch allein die Erwähnung dürfte die Aktie kurzfristig belasten.
Charttechnik: Entscheidende Marken im Blick
Die Aktie notiert aktuell etwa 6 Prozent unter ihrem Allzeithoch von 252,70 Euro aus November. Die jüngste Konsolidierung auf 237,60 Euro liegt knapp über dem 50-Tage-Durchschnitt von 235,47 Euro – eine Marke, deren Verteidigung nun entscheidend wird.
Ein Ausbruch über 240 Euro würde den Weg zurück Richtung Rekordhoch ebnen. Umgekehrt könnte ein Bruch der 235-Euro-Schwelle weiteren Abwärtsdruck auslösen, insbesondere wenn sich die politischen Sorgen konkretisieren.
Die nächsten Quartalszahlen am 12. Februar 2026 werden zeigen, ob die operative Stärke die politischen Unwägbarkeiten überlagern kann. Bis dahin dürfte der Newsflow aus Washington über die kurzfristige Richtung entscheiden.
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