Siemens Aktie: KI-Ängste drücken

Die Siemens-Aktie verliert über 11 Prozent, da Marktteilnehmer befürchten, dass KI-Tools das Kerngeschäft mit industrieller Software gefährden könnten. Der Konzern setzt seinen Aktienrückkauf fort.

Kurz zusammengefasst:
  • Starker Kursverlust nach kürzlichem Allzeithoch
  • Markt fürchtet KI-Bedrohung für industrielle Software
  • Siemens setzt Aktienrückkauf-Programm fort
  • Hoher Auftragsbestand bietet Planungssicherheit

Noch am Donnerstag (13. Februar) feierte die Siemens-Aktie mit 275,75 Euro ein neues Allzeithoch. Nur drei Handelstage später notiert das Papier bei rund 237 Euro – ein Minus von über 11 Prozent. Der Grund: Wachsende Sorgen, dass ausgerechnet Künstliche Intelligenz die industrielle Software von Siemens und Konkurrent Dassault Systemes bedrohen könnte.

Die Ironie ist bemerkenswert. Siemens hatte die starken Quartalszahlen am 12. Februar unter anderem mit der KI-getriebenen Nachfrage aus dem Rechenzentrumsgeschäft begründet. Der Auftragseingang kletterte um 10 Prozent auf 21,4 Milliarden Euro, die operative Marge im Industriegeschäft verbesserte sich von 14,1 auf 15,6 Prozent. Das Management hob den Ausblick für das Ergebnis je Aktie auf 10,70 bis 11,10 Euro an. Smart Infrastructure meldete Rekordaufträge aus den USA, getrieben durch Data-Center-Projekte – das Umsatzwachstum in diesem Segment erreichte 35 Prozent.

Siemens

DE0007236101
-
Heute: -
7 Tage: -

Software-Geschäft unter Druck?

Doch genau diese KI-Wette kippt nun ins Gegenteil. Marktbeobachter befürchten, dass hochentwickelte KI-Tools die bisherige Praxis der industriellen Softwarenutzung fundamental verändern könnten. Im Fokus steht die Software zur Erstellung digitaler Zwillinge – virtuelle Nachbildungen physischer Objekte. Analysten sehen die Gefahr, dass Unternehmen künftig weniger auf integrierte Komplettlösungen einzelner Anbieter setzen und stattdessen flexible „offene“ Systeme mit KI-Unterstützung kombinieren.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Siemens?

Die Papiere von Dassault Systemes stürzten am Montag um 8,8 Prozent auf den tiefsten Stand seit August 2017. Siemens rutschte zeitweise unter 236 Euro – das Jahrestief. Dabei hatte der Konzern zuletzt massiv in die Softwaresparte investiert: Dotmatics kostete 5,1 Milliarden Dollar, Altair sogar rund 10 Milliarden Dollar. Diese Übernahmen sollten den strategischen Ausbau Richtung Simulation und datengetriebene Anwendungen beschleunigen.

Aktienrückkauf läuft weiter

Ungeachtet der aktuellen Kursschwäche setzt Siemens den laufenden Aktienrückkauf fort. Zwischen dem 9. und 15. Februar kaufte das Unternehmen weitere 63.650 eigene Aktien zu einem durchschnittlichen Kurs von 248,11 Euro zurück. Seit Programmstart im Februar 2024 hat Siemens damit insgesamt 21,4 Millionen Aktien erworben. Der Auftragsbestand liegt bei 120 Milliarden Euro und bietet eine komfortable Planungssicherheit.

Charttechnisch bleibt der übergeordnete Trend intakt, solange die Aktie oberhalb der zentralen gleitenden Durchschnitte notiert. Die Zone um 240 Euro wird nun zur Bewährungsprobe – hier verlaufen ehemalige Hochs aus 2025 und die 100-Tage-Linie. Ob die Software-Ängste berechtigt sind oder sich als kurzfristige Marktirritation erweisen, dürfte sich in den kommenden Wochen zeigen.

Siemens-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Siemens-Analyse vom 16. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Siemens-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Siemens-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Siemens: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Community Forum zu Siemens

Hebelprodukte konnten nicht geladen werden.

Weitere Artikel zu Siemens

Neueste News

Alle News

Siemens Jahresrendite

Rechtliche Hinweise zu den Hebelprodukten