Siemens Aktie: KI-Offensive zündet

Siemens erweitert die strategische Partnerschaft mit NVIDIA und präsentiert ein neues KI-Betriebssystem für die Fertigung. Die Aktie reagiert positiv auf die Pläne.

Kurz zusammengefasst:
  • Strategische Allianz mit NVIDIA für industrielle KI
  • Einführung eines KI-Betriebssystems für die Fertigung
  • Start eines KI-gesteuerten Pilotwerks in Erlangen
  • Aktienkurs legt nach Ankündigungen deutlich zu

Der Münchner Technologiekonzern will die industrielle Fertigung grundlegend revolutionieren und setzt dabei auf prominente Unterstützung. Auf der CES 2026 verkündete Siemens eine massive Ausweitung der Partnerschaft mit dem Chip-Giganten NVIDIA, was an den Märkten für Aufsehen sorgt. Doch reicht das neue „Industrial AI Operating System“, um die Aktie dauerhaft in der Erfolgsspur zu halten?

Strategischer Schulterschluss mit NVIDIA

Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht die Entwicklung eines gemeinsamen Betriebssystems für industrielle künstliche Intelligenz. Siemens und NVIDIA wollen KI-gestützte Lösungen über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg etablieren – vom ersten Designentwurf bis zur fertigen Lieferkette.

Siemens

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Die zentralen Punkte der erweiterten Kooperation:

  • Neues Betriebssystem: Einführung eines „Industrial AI Operating System“ für die gesamte Wertschöpfungskette.
  • Pilotprojekt Erlangen: Start der weltweit ersten vollständig KI-gesteuerten, adaptiven Fertigung im Siemens-Elektronikwerk noch in diesem Jahr.
  • Technologie-Integration: Implementierung von NVIDIAs CUDA-X-Bibliotheken in das Siemens-Simulationsportfolio.
  • Effizienzsprung: Angestrebt wird eine bis zu zehnfache Beschleunigung kritischer Workflows im Halbleiterdesign.

Diese Allianz zielt darauf ab, die Grenzen zwischen Hardware und Software in der Industrie aufzulösen. Siemens steuert hierfür hunderte KI-Experten bei, während NVIDIA die notwendige Rechenpower und Infrastruktur liefert.

Vom Digitalen Zwilling zur Datenbrille

Neben der großen NVIDIA-Partnerschaft nutzte CEO Roland Busch die Bühne der CES 2026 für weitere Produktvorstellungen. Mit dem „Digital Twin Composer“ führt der Konzern eine Software ein, die das sogenannte industrielle Metaverse skalierbar macht. Großkunden wie PepsiCo nutzen diese Technologie bereits, um Modernisierungen an US-Standorten vorab virtuell zu simulieren.

Ein greifbares Beispiel für die Anwendung im Arbeitsalltag ist die Integration in die Meta Ray-Ban AI Glasses. Zukünftig sollen Fabrikarbeiter über diese Brillen freihändige Audio-Anleitungen und Echtzeit-Feedback direkt am Fließband erhalten – ein Schritt, der die Effizienz in der Fertigung unmittelbar steigern soll.

Charttechnik: Bullen übernehmen das Ruder

Die ambitionierten Pläne kommen am Markt gut an. Nachdem die Aktie Ende Dezember ein Hoch bei knapp 288 Euro markierte und anschließend korrigierte, zeigen die Bullen nun wieder Stärke. Mit einem Schlusskurs von 256,15 Euro gestern konnte das Papier auf Wochensicht um gut 6 Prozent zulegen.

Damit notiert der Titel wieder deutlich über den wichtigen Trendindikatoren: Sowohl der 50-Tage-Durchschnitt (236,02 Euro) als auch die 200-Tage-Linie (226,71 Euro) wurden souverän verteidigt. Auch wenn zum 52-Wochen-Hoch noch rund 11 Prozent fehlen, deutet die jüngste Dynamik auf eine Rückkehr des Kaufinteresses hin. Analysten bewerten die Lage indes gemischt: Während Häuser wie Bernstein und Evercore ISI zuletzt „Outperform“-Ratings vergaben, mahnen die Erste Group Bank und Morgan Stanley mit neutralen Einstufungen zur Vorsicht.

Ob die KI-Fantasie sich auch fundamental niederschlägt, wird sich bald zeigen. Für das Geschäftsjahr 2026 stellt das Management einen Gewinn je Aktie (EPS) zwischen 6,08 und 6,43 Euro in Aussicht. Konkrete Impulse werden am 12. Februar 2026 erwartet, wenn Siemens die Bücher für das abgelaufene Quartal öffnet.

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