Siemens Aktie: Korrektur vor KI-Showdown

Die Siemens-Aktie verliert deutlich an Wert, während Analysten China-Risiken betonen. Die bevorstehende Vorstellung der KI-Strategie auf der CES soll neue Impulse setzen.

Kurz zusammengefasst:
  • Starker Kursverlust von über 14 Prozent
  • Analysten warnen vor China-Risiken und Wettbewerb
  • KI-Strategie wird auf der CES 2026 vorgestellt
  • Solide Fundamentaldaten trotz aktueller Delle

Der Start in das Jahr 2026 verläuft für den Münchner Technologiekonzern turbulent. Trotz eines Rekordjahres 2025 geriet das Papier zuletzt deutlich unter Druck und verlor auf Wochensicht über 14 Prozent an Wert. Während Anleger nervös auf die Konjunkturschwäche in China blicken, könnte der bevorstehende Auftritt auf der CES in Las Vegas neue Impulse liefern.

Die wichtigsten Fakten zur aktuellen Lage:
* Kursrutsch: Die Aktie verlor in den letzten sieben Tagen 14,22 Prozent.
* Katalysator: CEO Roland Busch präsentiert am 6. Januar die KI-Strategie.
* Analystenecho: Experten sind sich über die Bewertung der Sparte Digital Industries uneinig.

Siemens

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Analysten warnen vor China-Risiken

Ein wesentlicher Treiber für die jüngste Zurückhaltung am Markt ist die Skepsis einiger Analysten bezüglich der Sparte Digital Industries. Neun Experten bewerten den Titel derzeit durchschnittlich mit „Reduce“. Im Zentrum der Kritik stehen die schleppende Erholung im ersten Halbjahr 2026 und der verschärfte Wettbewerb in China.

Besonders Morgan Stanley äußerte sich vorsichtig. Die US-Bank stufte das Papier bereits im Herbst herab und begründete dies mit sinkenden Margenerwartungen im China-Geschäft. Zudem monieren die Experten, dass Siemens Kapital eher für mittelgroße Software-Übernahmen statt für aktienkursfreundliche Rückkaufprogramme einsetzt. Diese Einschätzung drückt auf die Stimmung, obwohl im weiteren Marktumfeld immer noch eine Mehrheit der Analysten (14 von 23) zum Kauf rät und ein Kursziel von durchschnittlich 255 Euro sieht.

Die Hoffnung ruht auf Las Vegas

Während das traditionelle Industrie-Geschäft Fragen aufwirft, setzt Siemens alles auf die Karte „Industrial AI“. Auf der CES 2026, die am kommenden Dienstag beginnt, will sich der Konzern als führender Anbieter für industrielle KI-Lösungen positionieren. CEO Roland Busch wird dabei von Schwergewichten der Tech-Branche unterstützt, darunter NVIDIA-Chef Jensen Huang und Microsoft-Manager Jay Parikh.

Das Unternehmen plant, in den kommenden drei Jahren über eine Milliarde Euro in diesen Bereich zu investieren. Gelingt es dem Management, auf der Bühne glaubhaft zu vermitteln, wie diese Investitionen künftiges Wachstum sichern, könnte dies den Fokus der Anleger weg von den China-Sorgen hin zur technologischen Neuausrichtung lenken.

Charttechnik und Fundamentaldaten

Der jüngste Abverkauf hat deutliche Spuren im Chart hinterlassen. Vom 52-Wochen-Hoch bei 287,96 Euro, das erst an Heiligabend 2025 markiert wurde, hat sich die Aktie spürbar entfernt. Mit einem aktuellen Kurs von 240,40 Euro nähert sich der Titel nun wichtigen Unterstützungszonen.

Auffällig ist die Nähe zum 50-Tage-Durchschnitt, der bei 235,77 Euro verläuft. Sollte diese Marke nicht halten, könnte sich der Verkaufsdruck weiter erhöhen. Fundamental stützt jedoch die Bewertung: Das abgelaufene Geschäftsjahr lieferte mit einem Free Cash Flow von 10,8 Milliarden Euro absolute Rekordwerte. Auch das Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 25 deutet auf eine Premium-Bewertung hin, die der Markt dem Konzern trotz der aktuellen Delle zugesteht.

Fazit

Die Siemens-Aktie befindet sich in einem Spannungsfeld zwischen soliden historischen Zahlen und unsicheren Zukunftsaussichten in Fernost. Entscheidend für die kurzfristige Entwicklung dürfte die Aufnahme der KI-Strategie auf der CES sein. Anleger blicken zudem bereits auf den 12. Februar 2026: Dann muss der Konzern mit den Quartalszahlen beweisen, ob die Skepsis der Analysten berechtigt ist.

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