Siemens Energy: 188 Euro Allzeithoch am 24. April
Siemens Energy verzeichnet Rekordaufträge und hebt Prognose an, doch die Windkrafttochter Gamesa bleibt das Hauptrisiko für die Jahresziele.

Kurz zusammengefasst
- Auftragseingang übertrifft Erwartungen deutlich
- Jahresprognose für Umsatzwachstum angehoben
- Gamesa-Verlust schrumpft, Breakeven entscheidend
- Analysten sehen Rücksetzer als Kaufchance
Nach einem Allzeithoch von 188,00 Euro am 24. April notiert die Siemens Energy-Aktie zum Monatsende rund neun Prozent tiefer. Das Paradoxe: Die operativen Nachrichten könnten kaum besser sein.
Zahlen, die beeindrucken
Der Auftragseingang kletterte im zweiten Quartal um knapp 30 Prozent auf 17,75 Milliarden Euro — Analysten hatten lediglich 15,6 Milliarden erwartet. Der Auftragsbestand erreicht mit rund 146 Milliarden Euro ein Rekordniveau, Liefertermine für große Turbinen reichen bis 2030.
Das Management hob daraufhin die Jahresprognose deutlich an. Statt 11 bis 13 Prozent erwartet Siemens Energy nun ein bereinigtes Umsatzwachstum von 14 bis 16 Prozent. Die Ergebnismarge vor Sondereffekten soll zwischen 10 und 12 Prozent liegen, der Nettogewinn bei rund 4 Milliarden Euro.
Der Kursrückzug nach solchen Zahlen ist kein Widerspruch — er ist ein klassisches Gewinnmitnahme-Muster. Gute Nachrichten werden oft gehandelt, bevor sie vollständig geliefert sind.
Gamesa: Fortschritt mit Vorbehalt
Das entscheidende Fragezeichen bleibt die Windkraftsparte Siemens Gamesa. Der Verlust schrumpfte von 374 Millionen auf 46 Millionen Euro — eine klare Verbesserung, an der auch Einmaleffekte mitgewirkt haben. Das Management erwartet für die erste Jahreshälfte noch rote Zahlen und setzt auf eine starke Erholung im zweiten Halbjahr, getragen vom Offshore-Bereich.
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Explizit hat das Management den operativen Breakeven von Gamesa als Bedingung für die bestätigte Jahresprognose genannt. Verfehlt die Sparte dieses Ziel, gerät das gesamte Zahlenwerk unter Druck — unabhängig davon, wie stark das Netzgeschäft läuft.
Bewertung und nächster Termin
Die Bank of America sieht den Rücksetzer als Kaufgelegenheit und hob ihr Kursziel auf 250 Euro an. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 50 ist die Bewertung allerdings anspruchsvoll. Ferner prognostizieren Analysten für 2026 eine mehr als verdoppelte Dividende gegenüber dem Vorjahr.
Im Segment Grid Technologies peilt das Unternehmen ein Umsatzwachstum von 25 bis 27 Prozent sowie eine Marge von 18 bis 20 Prozent an. Ob diese Ziele halten, wird die vollständige Ergebnisveröffentlichung für das zweite Quartal im Mai zeigen — dann auch mit einem klareren Bild zu Gamesas Halbjahresentwicklung.
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