Siemens Energy: 697.000 Aktien in einer Woche
Siemens Energy verlangt von Kunden Reservierungsgebühren für Gasturbinen. Das Netzgeschäft profitiert vom KI-Boom, ein Aktienrückkauf stützt den Kurs.

Kurz zusammengefasst
- Reservierungsgebühren für Gasturbinen eingeführt
- Grid Technologies profitiert von KI-Boom
- Aktienrückkauf von bis zu einer Milliarde Euro
- Analysten sehen Kursziel bei 175 Euro
Europäische Kunden zahlen mittlerweile Gebühren, nur um sich einen Platz in der Fertigung zu sichern. Die Nachfrage nach Gasturbinen sprengt bei Siemens Energy derzeit die Kapazitäten. Auf einer Investorenkonferenz in London will der Vorstand diese Stärke nun in Zahlen gießen. Parallel dazu stützt ein milliardenschweres Rückkaufprogramm den Aktienkurs.
KI-Boom treibt das Netzgeschäft
Finanzvorständin Maria Ferraro präsentiert das Unternehmen am heutigen Mittwoch auf der J.P. Morgan Konferenz. Marktbeobachter erhoffen sich vor allem Details zu den Margen. Im Zentrum steht dabei die Sparte Grid Technologies. Der weltweite Netzausbau und der Stromhunger neuer KI-Rechenzentren befeuern das Geschäft.
Siemens Energy gehört bei Gasturbinen zu den drei größten Anbietern weltweit. Die Londoner Roadshow bietet nun die Chance, die Jahresprognose mit operativen Fortschritten zu stützen. Bereits im Mai hatte das Management die Ziele angehoben.
Rückkaufprogramm nimmt Fahrt auf
Flankiert wird die operative Stärke von einem massiven Aktienrückkauf. Allein in der vergangenen Woche kaufte der Konzern fast 697.000 eigene Papiere über die Börse. Die Durchschnittskurse pendelten dabei um die Marke von 150 Euro.
Damit wächst das erworbene Volumen auf über 933.000 Stück. Bis zum Herbst will Siemens Energy Aktien für bis zu eine Milliarde Euro vom Markt nehmen. Das Ziel: eigene Papiere für Mitarbeiterprogramme oder den direkten Einzug. Langfristig erlaubt der Gesamtrahmen sogar Rückkäufe von sechs Milliarden Euro.
Analysten sehen weiteres Potenzial
An der Börse kommt der Mix aus starkem operativem Geschäft und finanzieller Stütze gut an. Die Aktie notiert aktuell im leichten Plus bei 156,30 Euro. Auf Wochensicht gewinnt das Papier spürbar. Seit Jahresbeginn steht ein Zuwachs von rund 27 Prozent auf der Anzeigetafel.
Analysten bleiben ebenfalls optimistisch. Die Schweizer Großbank UBS bestätigte kürzlich ihre Kaufempfehlung. Das Kursziel liegt bei 175 Euro. Fällt die Präsentation in London überzeugend aus, könnte die Aktie ihren Abstand zur 200-Tage-Linie bei 137,58 Euro weiter ausbauen.
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