Siemens Energy: 9,5 Millionen Aktien seit März
Siemens Energy erreicht mit 179,66 Euro ein neues Hoch. Der Aktienrückkauf läuft planmäßig, während die Windtochter Gamesa weiterhin Verluste schreibt.

Kurz zusammengefasst
- Aktie erreicht 52-Wochen-Hoch bei 179,66 Euro
- Rückkauf von rund 9,5 Millionen Aktien seit März
- Gamesa-Verlust schrumpft auf 46 Millionen Euro
- Halbjahresbericht am 12. Mai erwartet
Die Aktie notiert auf einem neuen 52-Wochen-Hoch von 179,66 Euro — ein Plus von fast 176 Prozent gegenüber dem Tief vom vergangenen April. Hinter dieser Rally steckt mehr als Kursdynamik: Zwei konkrete Entwicklungen werden die nächsten Wochen prägen.
Rückkauf läuft planmäßig
Zwischen dem 13. und 19. April erwarb Siemens Energy rund 1,03 Millionen eigene Aktien. Seit Programmstart am 4. März summiert sich der Rückkauf auf etwa 9,5 Millionen Papiere. Die erste Tranche sieht Käufe im Wert von bis zu zwei Milliarden Euro bis Ende September vor — Teil eines langfristigen Programms über bis zu sechs Milliarden Euro bis Ende des Geschäftsjahres 2028.
Einen Teil der erworbenen Aktien zieht das Unternehmen ein. Das erhöht rechnerisch den Gewinnanteil je verbleibender Aktie — ein klassisches Signal an den Markt, dass das Management die eigene Bewertung für attraktiv hält.
Gamesa bleibt der entscheidende Faktor
Das Kerngeschäft läuft stark. Der Auftragsbestand erreichte im ersten Quartal mit 146 Milliarden Euro einen historischen Höchststand, rund 90 Prozent des erwarteten Umsatzes für das restliche Geschäftsjahr sind bereits gedeckt. Das Segment Grid Technologies profitiert von der weltweiten Elektrifizierung, dem Ausbau von Rechenzentren und dem Hochlauf der Elektromobilität.
Die Windkrafttochter Siemens Gamesa bleibt dagegen ein offenes Kapitel. Der operative Verlust schrumpfte zuletzt auf 46 Millionen Euro — nach einem Jahresverlust von 1,36 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2025. Das erste Halbjahr wird noch negativ ausfallen, im zweiten soll der Break-even gelingen. Im Offshore-Segment dämpfen verschobene Auktionen den Auftragseingang vorerst zusätzlich.
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Mögliche Belastungen durch US-Handelszölle schätzt das Management auf einen niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag — begrenzt durch 28 eigene Produktionsstätten in den USA.
Halbjahresbericht am 12. Mai
Am 12. Mai legt Siemens Energy den Halbjahresbericht vor. Marktbeobachter richten den Blick dann auf die Margen in den Gas- und Netzsparten — und darauf, ob Gamesa belastbare Fortschritte auf dem Weg zur Profitabilität liefert.
Für das Gesamtjahr hält das Unternehmen an einem Umsatzwachstum von 11 bis 13 Prozent, einer Marge von 9 bis 11 Prozent und einem Nettogewinn zwischen 3 und 4 Milliarden Euro fest. 31 Analysten schätzen den Gewinn je Aktie im Schnitt auf 4,07 Euro — der Bericht in drei Wochen wird zeigen, wie realistisch dieser Wert ist.
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