Siemens Energy Aktie: 1 Milliarde Euro Rückkauf bis September
Siemens Energy treibt milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm voran. Der Kurs legt zu, während Analysten auf frische Signale warten.

Kurz zusammengefasst
- Kurs legt um zwei Prozent zu
- Milliarden-Rückkaufprogramm läuft weiter
- Auftragsbestand erreicht 154 Milliarden Euro
- Charttechnische Hürde bei 169 Euro
Die Erholung bei Siemens Energy nimmt Form an. Während der Kurs nach oben dreht, blickt der Markt gespannt nach London. Dort stellt sich Finanzchefin Maria Ferraro am Mittwoch den Fragen der Investoren.
Aktuell klettert das Papier um gut zwei Prozent auf 157,44 Euro. Damit setzt sich der positive Trend der vergangenen Tage fort. Seit Jahresbeginn summiert sich das Kursplus auf beachtliche 28 Prozent. Das Rekordhoch aus dem April bleibt vorerst allerdings außer Reichweite.
Termindichte steigt
Der Auftritt auf der J.P. Morgan European Industrials Conference liefert keine neuen Geschäftszahlen. Dennoch erhoffen sich Analysten frische Signale zum laufenden Quartal. Bereits einen Tag später präsentiert sich das Management auf dem ODDO BHF London Forum. Ende Juni steht ein Pre-Close-Call an. Die offiziellen Quartalszahlen folgen am 5. August.
Im Hintergrund treibt der Konzern sein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm voran. Seit dem Start der zweiten Tranche Anfang Juni sammelte Siemens Energy rund 933.000 eigene Papiere ein. Dafür floss ein Betrag von gut 142 Millionen Euro. Der durchschnittliche Kaufpreis lag bei etwa 152 Euro.
Das Programm läuft noch bis Ende September. Insgesamt plant das Management Zukäufe für bis zu eine Milliarde Euro. Der Konzern nutzt die erworbenen Aktien für Belegschaftsprogramme oder zieht sie direkt ein.
Fundament ruht auf Rekordzahlen
Die operative Basis für diese Maßnahmen bleibt stark. Kein Wunder. Im Mai hatte das Management die Jahresprognose spürbar angehoben. Siemens Energy erwartet nun ein Umsatzwachstum von 14 bis 16 Prozent. Der freie Cashflow soll rund acht Milliarden Euro erreichen. Beim Gewinn nach Steuern peilt der Vorstand etwa vier Milliarden Euro an.
Grundlage dafür war ein massiver Auftragseingang im zweiten Quartal. Die Bücher füllten sich mit neuen Projekten im Wert von 17,7 Milliarden Euro. Der gesamte Auftragsbestand wuchs auf gewaltige 154 Milliarden Euro.
Charttechnisch steht die Aktie nun vor einer klaren Hürde. Der Kurs muss die 50-Tage-Linie bei knapp 169 Euro überwinden. Gelingt dieser Ausbruch, rückt das alte Jahreshoch wieder in den Fokus. Bis zu den nächsten Quartalszahlen im August stützt das laufende Rückkaufprogramm den Handel.
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