Siemens Energy Aktie: 14 bis 16 Prozent Wachstum 2026 erwartet
Siemens Energy übertrifft Erwartungen mit starkem Quartal und hebt Prognose an. Trotz Rekordzahlen fällt der Aktienkurs nach Gewinnmitnahmen.
Kurz zusammengefasst
- Umsatz steigt auf 10,3 Milliarden Euro
- Gewinn vor Sondereffekten klettert auf 1,16 Milliarden Euro
- Prognose für Umsatzwachstum und Nettogewinn angehoben
- Aktienrückkaufprogramm auf bis zu 3 Milliarden Euro aufgestockt
Starke Zahlen, erhöhte Prognose — und trotzdem Verluste. Siemens Energy lieferte am 12. Mai ein operativ beeindruckendes Quartal. Der Markt quittierte es mit einem Abverkauf.
Zahlen, die sich sehen lassen können
Der Umsatz stieg im zweiten Quartal auf 10,3 Milliarden Euro — ein vergleichbares Wachstum von 8,9 Prozent. Der Gewinn vor Sondereffekten kletterte auf 1,16 Milliarden Euro, nach 906 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Treiber war vor allem die Windkrafttochter Siemens Gamesa, die operativ deutlich besser abschnitt.
Das Nettoergebnis stieg auf 835 Millionen Euro, was einem Ergebnis je Aktie von 0,89 Euro entspricht.
Prognose auf neuem Niveau
Das Management um CEO Christian Bruch hob die Jahresziele spürbar an. Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet der Konzern nun ein vergleichbares Umsatzwachstum von 14 bis 16 Prozent. Der Nettogewinn soll rund 4 Milliarden Euro erreichen. Den Free Cashflow vor Steuern peilt Siemens Energy bei rund 8 Milliarden Euro an — getragen durch hohe Kundenvorauszahlungen.
Obendrein beschleunigt der Konzern sein laufendes Aktienrückkaufprogramm. Bis zu 3 Milliarden Euro sollen im Fiskaljahr 2026 in eigene Aktien fließen — mehr als ursprünglich geplant.
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Der Auftragsbestand erreichte zum Quartalsende einen Rekordwert von 154 Milliarden Euro. Allein im Berichtsquartal kamen Aufträge über 17,7 Milliarden Euro herein. Die Nachfrage kommt vor allem aus den USA sowie aus dem globalen Ausbau von Stromnetzen — inklusive der Infrastruktur für KI-Rechenzentren.
Sell the News
Kein Wunder, dass Anleger nach einer solchen Rallye Gewinne mitnehmen. Die Aktie hatte seit Jahresbeginn rund 38 Prozent zugelegt. Am Freitag verlor das Papier knapp 5 Prozent und schloss bei 169,18 Euro. Marktbeobachter sprechen vom klassischen „Sell the News“-Effekt.
Das Kursziel der Analysten rückt damit wieder etwas näher. Mit einem Abstand von rund 10 Prozent zum 52-Wochen-Hoch bei 188,00 Euro und einem RSI von 59 ist die Aktie technisch nicht überhitzt. Die eigentliche Frage für die nächsten Quartale lautet: Schafft Bruch es, den 154-Milliarden-Backlog effizient abzuarbeiten und die angepeilten Gruppenmargen von 10 bis 12 Prozent tatsächlich zu erreichen? Die Prognose ist ambitioniert — die Messlatte liegt jetzt deutlich höher.
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