Siemens Energy Aktie: 2,6 Gigawatt für Oman
S&P Global Ratings stuft Siemens Energy auf BBB+ hoch. Grund sind erwartete Fortschritte bei Profitabilität und Cashflow.

Kurz zusammengefasst
- Bonitätsnote von BBB auf BBB+ angehoben
- Windkrafttochter Gamesa vor Gewinnschwelle 2026
- Großauftrag im Oman für zwei Kraftwerke
- Aktienkurs steigt auf 167,88 Euro
S&P Global Ratings hebt die langfristige Bonitätsnote von Siemens Energy an. Von „BBB“ geht es auf „BBB+“, der Ausblick bleibt stabil. Die Entscheidung fiel am 3. Juli 2026 und begründet sich mit einer erwarteten Verbesserung bei Profitabilität und Cashflow.
Turnaround bei der Windkrafttochter
Ein zentraler Grund für die Heraufstufung liegt bei Siemens Gamesa. Die Windkrafttochter soll 2026 die Gewinnschwelle erreichen. Für 2027 rechnet S&P Global Ratings sogar mit positiven EBITDA-Margen.
Für den Gesamtkonzern erwarten die Analysten eine bereinigte EBITDA-Marge von 13,5 bis 14,0 Prozent im Geschäftsjahr 2026. Im Jahr darauf soll sie auf 15,5 bis 16,0 Prozent steigen. Das Management sichert außerdem zu, das Investment-Grade-Rating zu verteidigen und bis 2028 eine stabile Netto-Cash-Position zu erreichen.
Dazu läuft ein Aktienrückkaufprogramm über 6 Milliarden Euro, das bis Ende 2028 abgeschlossen sein soll.
Auftragsbücher füllen sich
Die Kernsegmente Gas Services und Grid Technologies treiben das Wachstum. Sie profitieren von der Modernisierung der Netzinfrastruktur, der Elektrifizierung und dem steigenden Strombedarf durch Rechenzentren für Künstliche Intelligenz.
Ende Juni 2026 sicherte sich Siemens Energy einen Großauftrag im Oman. Der Konzern baut zwei Kraftwerke mit fast 2,6 Gigawatt Kapazität. Sie sollen Omans Energieproduktion um rund 20 Prozent erhöhen.
Parallel reagiert Siemens Energy auf die weltweite Nachfrage nach Gasturbinen. In der zweiten Jahreshälfte 2026 steigt die jährliche Produktionskapazität für mittelgroße Gasturbinen von 50 auf 80 Einheiten.
Kurs nähert sich altem Hoch
Die Aktie schloss am Freitag bei 167,88 Euro, ein Plus von 2,05 Prozent zum Vortag. Auf Wochensicht steht ein Zuwachs von 8,82 Prozent, seit Jahresbeginn sind es 36,71 Prozent. Auf Zwölfmonatssicht hat sich der Kurs um 81,49 Prozent verteuert.
Zum 52-Wochen-Hoch von 195,54 Euro aus dem April fehlen noch 14,15 Prozent. Der Titel notiert derzeit knapp über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 167,67 Euro und deutlich über der 200-Tage-Linie bei 141,47 Euro. Die annualisierte Volatilität von knapp 60 Prozent zeigt: Ruhig geht es bei diesem Papier selten zu.
RBC Capital Markets hat das Kursziel jüngst von 200 auf 210 Euro angehoben und das „Outperform“-Rating bestätigt.
Seit dem 1. Juli 2026 befindet sich Siemens Energy in der Quiet Period. Bis zur Vorlage der Quartalszahlen am 5. August 2026 verzichtet der Konzern auf neue Unternehmensmeldungen. Das Rating-Upgrade und die gefüllten Auftragsbücher liefern bis dahin den Rahmen, an dem sich die Bewertung des Konzerns misst.
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